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Restrukturierung bei Dow

Integration von Dow Corning wird rund 2500 Arbeitsplätze fordern

| Redakteur: Manja Wühr

Von der Übernahme und Integration von Dow Corning verspricht sich der Chemieriese Dow Chemical Synergien und steigenden Unternehmenswert. Um dieses Ziel zu erreichen, will der Konzern auf harte Einschnitte setzen: Neben effizienzsteigernden Maßnahmen werden auch Produktionsstandorte geschlossen und bis zu 2500 Stellen abgebaut.

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Andrew N. Liveris, Vorstandsvorsitzender und CEO von Dow: “Mit diesen schwierigen, aber notwendigen Maßnahmen bringen wir das Beste an Fähigkeiten und Technologien von beiden Unternehmen zusammen [...].”
Andrew N. Liveris, Vorstandsvorsitzender und CEO von Dow: “Mit diesen schwierigen, aber notwendigen Maßnahmen bringen wir das Beste an Fähigkeiten und Technologien von beiden Unternehmen zusammen [...].”
(Bild: Dow Chemical)

Midland/USA – Wie der Chemiekonzern Dow Chemical mitteilt werden im Zuge der Restrukturierung, ausgelöst durch die Integration von Dow Corning, schmerzhafte Maßnahmen getroffen. So wird Dow nach eigenen Angaben Silikone-Produktionen in Greensboro, NC/USA, und Yamakita/Japan schließen. Zudem sollen auch bestimmte Unternehmensniederlassungen und Produktionswerke zumachen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und Kosten zu senken. Aufgrund der Schließungen und verschiedenen effizienzsteigernden Maßnahmen wird Dow auch rund 2500 Arbeitsplätze abbauen. Dies entspricht vier Prozent der gesamten Belegschaft. Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden.

Zum 1. Juni wird Dow alleiniger Eigentümer des Silikongeschäfts von Dow Corning. Von der Integration verspricht sich Dow Kosteneinsparungen und Wachstumssynergien in Höhe von 500 Millionen Dollar pro Jahr. Dies umfasst 400 Millionen Dollar an Kosteneinsparungen. Ursprünglich waren 300 Millionen Dollar geplant. Hinzukommen noch 100 Millionen Dollar Wachstumssynergien. Darüber hinaus erwartet der Konzern hochgerechnet zusätzlich eine Milliarde Dollar zum Jahresergebnis auf EBITDA-Basis. Neben dem Stellenabbau sollen weitere Maßnahmen zum Kostenabbau beitragen, z.B. die Harmonisierung von Energieverträge an großen Standorten, der Optimierung von Lager- und Logistikbilanz, der Implementierung von Best Practice für Materialeinsätze und Instandhaltungen, der Kombination von IT-Servicestrukturen und dem Aufbau von R&D Wissensmanagementsystemen.

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Manja Wühr

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