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Anlagenbau

Infraserv Knapsack verbucht Umsatzrekord

| Redakteur: Alexander Stark

Infraserv Knapsack, Chemiepark-Betreiber und Dienstleister für die Planung, den Bau und Betrieb von Anlagen und Standorten in der Prozessindustrie, meldet ein weiteres Rekordjahr und knackt im Jahr 2017 die 200-Millionen-Euro-Marke beim Umsatz.

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Dr. Clemens Mittelviefhaus (links) und Ralf Müller
Dr. Clemens Mittelviefhaus (links) und Ralf Müller
(Bild: Infraserv Knapsack)

Hürth — Der Industrie-Dienstleister erzielte 2017 mit rund 1.000 Mitarbeitern eine Steigerung seines Umsatzes um fünf Prozent auf insgesamt 200,9 Millionen Euro (Vorjahr: 191,8 Millionen Euro). 121,8 Millionen Euro entfielen auf den Bereich Dienstleistung, den das Unternehmen um 7,2 % (Vorjahr: 113,6 Millionen Euro) ausbauen konnte. Eine zentrale Rolle spielen einer Pressemitteilung zufolge hierbei auch die externen Standorte in Köln-Nord, Duisburg, in den Chemparks Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sowie der neue Standort im Industriepark Düren-Niederau. Ein leichtes Plus verzeichneten die Knapsacker mit 79,1 Millionen Euro (Vorjahr: 78,2 Millionen Euro) auch im Bereich Energien.

Die Entwicklung der beiden vergangenen Jahre belegt auch der erneute 10. Platz im Ranking der Lünendonk-Studie „Führende Industrieservice-Unternehmen in Deutschland 2017“. Infraserv Knapsack zählt dabei zu den Unternehmen der Top 10, die sowohl bei den Umsatz- als auch bei den Mitarbeiterzahlen wachsen konnten sowie zu den Unternehmen mit den größten Pro-Kopf-Umsätzen aller Studienteilnehmer.

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Neue Pumpen- und Maschinenwerkstatt

Zu den Projekten 2017 gehörte neben einer neuen Bauwerkstatt die Eröffnung der neuen Pumpen- und Maschinenwerkstatt im Chemiepark Knapsack. Um Reparaturzyklen von drei bis vier Tagen für gängige Chemienormpumpen zu gewährleisten, hält der Dienstleister ein Ersatzteillager mit rund 10.000 verschiedenen Teilen und einem Warenwert von etwa fünf Millionen Euro vor. Mit dem umfassenden Neu- und Umbau der Pumpen- und Maschinenwerkstatt setze man laut Dr. Clemens Mittelviefhaus, Mitglied der Geschäftsleitung, ein weiteres Zeichen für die positive Entwicklung am Standort Knapsack.

Die neue Werkstatt orientiert sich in ihrem Aufbau an modernen Fertigungsstraßen: In einem so genannten „Schwarzbereich“ werden die Pumpen und Aggregate angeliefert, zerlegt und gereinigt. Nach der Reparatur wird die Pumpe in einem „Weißbereich“ wieder zusammengebaut und an einem eigenen herstellerunabhängigen Pumpenprüfstand geprüft. Das neue Reparaturkonzept reduziere Transportwege und sorge für effizientere Arbeitsabläufe. Rund 800 Pumpenreparaturen führen die Experten jährlich durch. Insgesamt verwaltet das Unternehmen über 5.800 Pumpen und mehr als 8.100 Motoren, Trafos und Umrichter für die Partner im Chemiepark Knapsack. Ungefähr 30 % des entsprechenden Werkstatt-Umsatzes generiert das Unternehmen inzwischen auch über Kunden aus der Region.

Organisatorische Neuausrichtung

Als konkretes Beispiel für die Weiterentwicklung führt Ralf Müller, Sprecher der Geschäftsleitung, unter anderem ASTL 2020 an, ein Projekt, in dessen Rahmen die Geschäftseinheit Anlagenservice und -technik (AST) für eine erfolgreiche Zukunft ausgerichtet werden sollen.

Im laufenden Jahr werde sich das Unternehmen neben ASTL2020 und einer fortschreitenden Digitalisierung der Organisation auch mit dem Projekt Slimfit beschäftigen. Ziel sei es, sich noch mehr mit den Kunden statt mit dem Prozess der Auftragsabwicklung beschäftigen zu können.

Für 2018 plane Infraserv Knapsack eine weitere Umsatzsteigerung. Dabei sollen sowohl der Dienstleistungsumsatz als auch der Umsatz im Bereich Energie weiter wachsen.

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