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Additive Fertigung

Industrieunternehmen setzen zunehmend auf 3D-Druck

| Autor: Dimitrios Livadas, Director Sales Cer bei Protolabs

Eine aktuelle Umfrage von Bitkom hat ergeben, dass mehr als jedes vierte Industrieunternehmen auf 3D-Druck setzt. 70 % der Befragten sind der Ansicht, dass der 3D-Druck die Industrie tiefgreifend verändern wird. Der 3D-Druck boomt, das zeigt nicht nur die aktuelle Bitkom-Umfrage, sondern das spüre er auch deutlich im eigenen Unternehmen, so Dimitrios Livadas, Direcor Sales Cer bei Protolabs.

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Mehr als ein Viertel der Industrieunternehmen setzen auf 3D-Druck.
Mehr als ein Viertel der Industrieunternehmen setzen auf 3D-Druck.
(Bild: Pixabay / CC0)

Feldkirchen – Der Umfrage zufolge erwartet fast die Hälfte dieser Unternehmen (49 %), dass die disruptiven Veränderungen bereits in den kommenden zehn Jahren eintreten werden. Bei Protolabs treffen beispielsweise immer mehr Anfragen aus dem Mittelstand ein – denn besonders in diesem Bereich ist die Anschaffung eigener industrieller 3D-Drucker oftmals nicht rentabel.

Einen besonderen Nutzen leistet der 3D-Druck in Branchen mit einem großen Bedarf an Individualisierung in ihren Produkten und einer hohen Variantenvielfalt. Das kann sich vom klassischen Maschinenbau über Medizintechnik, der Automobilbranche bis hin zu Entwicklungsbüros oder auch Architekturbüros erstrecken, um nur einige wenige zu nennen. Der direkte Vorteil des 3D-Drucks ist dabei der deutlich höhere Freiheitsgrad im Design, der Konstruktion mit bionischen Strukturen und der im Vergleich praktisch komplette Wegfall von Rüst- oder Werkzeugkosten. Das macht den 3D-Druck insbesondere für kleinere Stückzahlen interessant, limitiert ihn aber keineswegs auf diese.

Entdeckt ein Entwickler einmal die Möglichkeiten des 3D-Drucks, ist es sehr schwer, sich wieder mit den Einschränkungen konventioneller Technologien abzufinden. Und auch die Wertschöpfungskette verändert sich durch die neuen Technologien, denn im Bereich Logistik und Beschaffung sind für Unternehmen mithilfe des 3D-Drucks enorme Einsparpotentiale möglich. Mit den Produktionsansätzen der Industrie 4.0 wird eine digitale Lieferkette geschaffen, so dass vernetzte Workflows vom Einkauf bis zum Vertrieb entstehen. Dafür ist eine engere Verbindung zwischen Logistik, Entwicklung und Produktion die Voraussetzung. Durch den steigenden Wettbewerbsdruck können sich nur Unternehmen behaupten, die Veränderungen gegenüber offen sind und die neuen Möglichkeiten in der Produktion als Chance begreifen.

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