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Industrieservice Industrieservice setzt auf Aus- und Weiterbildung

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Systematische Aus- und Weiterbildung nimmt bei Anbietern industrieller Dienstleistungen angesichts des immer deutlicher werdenden Fachkräftemangels einen hohen Stellenwert ein, das geht aus eine Onlineumfrage des Wirtschaftsverbands für Industrieservice hervor.

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Der Mensch ist ein wichtiger Faktor im Industrieservice - Aus- und Weiterbildung nehmen die Unternehmen deshalb sehr wichtig. (MCE)
Der Mensch ist ein wichtiger Faktor im Industrieservice - Aus- und Weiterbildung nehmen die Unternehmen deshalb sehr wichtig. (MCE)

Düsseldorf – Systematische Aus- und Weiterbildung nimmt bei Anbietern industrieller Dienstleistungen angesichts des immer deutlicher werdenden Fachkräftemangels einen hohen Stellenwert ein. Dies zeigt die Onlineumfrage „Fachkräfte für den Industrieservice“, die der Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS) e.V., Düsseldorf, im Januar dieses Jahres bei Branchenunternehmen durchgeführt hat. „Der Mangel an hoch qualifizierten Fach- und Führungskräften bleibt eines der Topthemen im modernen Industrieservice“, kommentiert WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß die Ergebnisse. „Konsequente und gezielte Nachwuchsförderung durch die Unternehmen selbst wird zum Schlüsselfaktor für anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg im In- und Ausland werden.“

Im Einzelnen ergibt die Umfrage, dass das Gros der Teilnehmer bis 2012 beziehungsweise 2015 für ihr Unternehmen ein Defizit bei Fachkräften erwartet. Kurzfristig werden insbesondere gewerbliche Mitarbeiter mit Fachausbildung in den Bereichen Mechatronik, Elektronik sowie Mess- und Regeltechnik benötigt, die in erster Linie von Kunden der Segmente Energie und Umwelttechnik gefordert werden. Mittelfristig besteht vor allem Bedarf an Meistern und Technikern, aber auch an Ingenieuren und Führungskräften. Dabei wird für den Industrieservice nach Ansicht der befragten Unternehmen bis 2015 speziell die Nachfrage nach Fachkräften in Segmenten mit hohem Outsourcing-Anteil, allen voran die Chemieindustrie, steigen.

Als Handlungsoptionen sehen die meisten Umfrageteilnehmer, die Verstärkung der eigenen Aus-und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die engere Zusammenarbeit mit Hochschulen. „Dies belegt eindeutig, dass für die Anbieter von Industrieservice die Förderung und Weiterbildung hiesiger Fachkräfte langfristig die wirkungsvollsten Instrumente sind“, so Maaß. „Die Unternehmen darin nachhaltig zu unterstützen, ist eine der vorrangigsten Aufgaben des WVIS.“

Entsprechend intensiv gestalten sich die Verbandsaktivitäten. So sind die bereits vorhandenen Lernangebote beispielsweise unter dem Dach der „WVIS Academy“ gebündelt. Das virtuelle Aus- und Weiterbildungsportal ist wichtige Orientierungshilfe sowohl für Studenten als auch Facharbeiter und Young Professionals. Hohe Priorität hat darüber hinaus die Förderung neuer Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten in enger Kooperation mit Unternehmen und Bildungsstätten wie der Berufsakademie BA Sachsen in Leipzig. Dazu zählt beispielsweise die Ausarbeitung des neuen Masterstudiengangs „Industrieservice“.

Zudem unterstützt der WVIS über die nachhaltige Zusammenarbeit mit Handwerkskammern, IHKs, Verbänden und Unternehmen ein Facharbeiterbildungsnetzwerk die systematische Fortentwicklung von Qualifizierungsangeboten im Bereich der gewerblichen Berufe. „Durch die Vielseitigkeit des Industrieservice haben Absolventen aller Schulabschlüsse eine Vielzahl von Karrierechancen“, betont Maaß. „Mit der klaren Definition von Studienprofilen- sowie Aus- und Weiterbildungsinhalten legen wir den Grundstein dafür, den Nachwuchs umfassend auf die Anforderungen der Industriekunden vorzubereiten und damit ihrem Bedarf gerecht zu werden.“

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