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Industriedienstleister auf Wachstumskurs: Bilfinger erklärt Strategie in Hannover

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Weiße Flecken auf der Landkarte

Entwicklung und Zukauf – Mit dieser Strategie konnte Bilfinger auch durch die Jahre 2009 bis 2012 kontinuierlich wachsen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) stieg auf zuletzt € 206 Millionen. Das Ziel: „Kontinuierliches Wachstum und starke finanzielle Performance!“ (Töpfer)

Nur ein Wölkchen trübt die Aussichten: Bisher wurde der Großteil des Geschäftes in der „Alten Welt“ gemacht. Noch 2012 erzielte Bilfingers Industrial-Geschäft Leistungen von über € 3,1 Milliarden mit 30.300 Mitarbeitern in Europa. In Amerika waren es im selben Zeitraum € 480 Millionen (3.700 Mitarbeiter), in Asien und Nah-Ost lediglich € 110 Millionen (4.000 Mitarbeiter). „Es gibt noch weiße Flecken auf unserer Landkarte“, räumt auch Töpfer ein.

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Ein Stück vom Schiefergas-Boom

An sich kein Problem, wenn nicht der Europäische Anlagenbau unter weitgehend gesättigten Märkten, der unsicheren Energiefrage sowie der Schuldenkrise Südeuropas nur noch kleine und kleinste Wachstumschancen bietet. Jetzt sollen auch neue Märkte erschlossen werden – wenn nötig durch Übernahme lokaler Spezialisten.

So wurde Mitte 2012 der amerikanische Montage- und Servicespezialist Westcon übernommen, der sich auf Anlagen in der Öl- und Gasindustrie spezialisiert hat. Mit Westcon und der texanischen Konzerntochter Tepsco hofft man jetzt auf ein großes Stück vom Shalegas- und Ölsandkuchen. Durch zielgerichtete Akquisition den Markt erschließen – auf die langsam beginnende Reindustrialisierung der USA sei man jedenfalls vorbereitet.

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