Chemiestandort Deutschland

Industrie und Politik wollen an einem Strang ziehen

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Bundesregierung, Industrie und Gewerkschaft wollen sich auch gemeinsam für mehr Akzeptanz von neuen Technologien engagieren. Dies soll über das vom Bundesministerium für Wirtschaft initiierte Bündnis „Zukunft der Industrie” gewährleistet werden. „Ein funktionierendes Industrienetzwerk hat eine enorme Bedeutung für Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland. Die Chemie ist als Grundstoffindustrie der Innovationsmotor in den industriellen Wertschöpfungsketten. Deshalb ist die gesellschaftliche Wertschätzung für unsere Branche und unsere Produkte ein wichtiges Thema”, betonte Dekkers.

Um den Prozess von der Forschung bis zu marktreifen, neuen Produkten zu optimieren, hat die Branche sich daher dazu verpflichtet, anhand einer Studie untersuchen zu lassen, welche internen und externen Innovationshemmnisse in der Chemie bestehen. Ziel ist es, daraus Handlungsempfehlungen für Politik und Unternehmen abzuleiten. Das Wirtschaftsministerium will sich seinerseits für ein innovationsfreundliches Steuersystem und bessere Bedingungen für den Zugang junger Unternehmen zu Wagniskapital in Deutschland einsetzen.

Chemie und Nachhaltigkeit - Nur ein scheinbarer Gegensatz

Die chemische Industrie orientiert sich am Leitbild der Nachhaltigkeit. Dieses Leitbild verfolgt das Ziel, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu verbinden. VCI, BAVC und IG BCE haben hierzu die Initiative „Chemie³” ins Leben gerufen. Die Chemieorganisationen werden dafür werben – so die Vereinbarung –, dass die Unternehmen der Branche den in Chemie³ vorgeschlagenen Nachhaltigkeits-Check durchführen.

Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zur Branchenvereinbarung Chemie soll durch ein Monitoring der Partner dokumentiert und der Fortschritt nach zwölf Monaten diskutiert werden. Der Vereinbarung waren eine Online-Konsultation des Bundeswirtschafts-ministeriums, bei der über 470 Beiträge von Unternehmen, Verbänden, Organisationen und Einzelpersonen eingereicht wurden, und ein Fachgespräch mit 75 Teilnehmern vorausgegangen.

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