Wachstumsgeschäft Industrieservice Industrie-Services auch 2015 gefragt: Dienstleister legen in Deutschland kräftig zu

Redakteur: Dominik Stephan

Dank Trends wie Industrie 4.0 und den Herausforderungen der Energiewende können Industriedienstleistung in Deutschland auch 2015 kräftig zulegen: Eine aktuelle Studie erwartet Wachstumsraten von etwa 10 % - deutlich mehr als der globale Durchschnitt.

Firmen zum Thema

Bilder eines Raffinerieturnarounds in Rotterdam. Auch hier können Dienstleister wie der ehemalige Bauriese Bilfinger mit Know-How und Kompetenz punkten.
Bilder eines Raffinerieturnarounds in Rotterdam. Auch hier können Dienstleister wie der ehemalige Bauriese Bilfinger mit Know-How und Kompetenz punkten.
(Bild: Bilfinger)

Düsseldorf – Speziell in Deutschland und Europa präsentieren sich die industriellen Dienstleister in Bestform. Dem aktuellen Branchenmonitor des Wirtschaftsverband für Industrieservice (WVIS) zufolge kam Deutschland 2014 bei der Umsatzentwicklung auf ein Plus von knapp 10 Prozent – nach 2 Prozent im Jahr 2013. Europa legte gar um rund 11 (2013: 2,3) Prozent zu. Der Weltmarkt verbuchte einen Umsatzanstieg um 7,5 (2013: 3,8) Prozent.

Im Schnitt konnten die Industrieserviceanbieter 2014 ihre Umsätze um 9,8 Prozent verbessern. Dabei machten vor allem kleine und mittlere Industriedienstleister deutlich Boden gut – nicht zuletzt aufgrund ihrer Spezialisierung. „Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind optimistisch, mit ihren Dienstleistungen zusätzlich in Branchen vorzudringen, die heute noch einen geringen Servicegrad aufweisen“, erklärt WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß.

Deutschland an dritter Stelle beim Wachstum

Positiv ist die Stimmung der Industrieserviceunternehmen im Hinblick auch auf künftige Wachstumschancen in Deutschland. Diese liegen laut aktuellem WVIS-Branchenmonitor langfristig bei 9 Prozent. Im Vorjahr waren es lediglich 5,4 Prozent gewesen.

Beim Turnaround fliegen die Funken! (Bildergalerie)
Bildergalerie mit 15 Bildern

Damit rangiert Deutschland unter den Wachstumsmärkten an dritter Stelle – nach den USA und China, für die mit 15 beziehungsweise 14 Prozent das größte Potenzial gesehen wird. Die Wachstumsprognosen für Russland sind dagegen zurückgegangen. Nach 5 Prozent im Jahr 2013 sind es nun nur noch 3 Prozent.

Klassische Instandhaltung dominiert die Nachfrage

Die industriellen Dienstleistungen werden weiterhin zu einem hohen Anteil in der Prozessindustrie erbracht. Dabei bleibt die Chemische Industrie die wichtigste Klientel für den Industrieservice. 2014 steuerte diese Branche im Schnitt 39 Prozent zum Gesamtumsatz der Anbieter von Industriedienstleistungen bei. Durchschnittlich 34 Prozent entfielen auf das Segment Kraftwerke, Energie- und Umwelttechnik, gefolgt vom Automobil- und Fahrzeugbau mit 30 Prozent.

…diese Dienstleistungen sind heiß begehrt – Erfahren Sie, welche Services bei den Firmen punkten können - auf Seite 2!

(ID:43626520)