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Batchgranulationslinie fürs Labor

In einer Anlage vom Pulver zur Tablette – Batchgranulation im Labormaßstab

| Autor / Redakteur: Axel Friese* / Anke Geipel-Kern

Containmentlevel und Reinigung frei wählbar

Je nach individueller Sicherheits­anforderung und produktionsrelevanten Parametern können Betreiber zwischen drei Containment-Levels und entsprechenden bedarfsorientierten Reinigungssystemen auswählen. Produktmanager Dr. Adrian Kape verdeutlicht: „Con­tainment und die entsprechende Reinigung waren fester Bestandteil der Entwicklung und somit für jedes Level bedarfsgerecht einsetzbar. Von geringem Schutzbedarf bis zu High Containment mit höchster Risikostufe ist alles möglich. Die Anlage lässt sich einfach nachrüsten.“ Dieses Gesamtpaket erhöht die Flexibilität im Labor und schafft Freiheitsgrade.

Auch auf ein hochwertiges Design wurde Wert gelegt. Verwendet wird ein GMP-gerechter Materialmix aus Sicherheitsglas und Edelstahl. Dr. Adrian Kape war es bei der Entwicklung wichtig, dass der neu verwendete Materialmix nicht nur ein optisches Highlight ist, sondern auch Vorteile hinsichtlich der Reinig- und Haltbarkeit bietet. Als Pionier für innovative Prozess-Lösungen stehe die Marke Glatt schon immer auch für professionelles Design mit allen Vorteilen integrierter Technik, betont Kape.

Intelligentes System für effizientes Handling

Geschwindigkeit ist bei häufigen Produktwechseln keine Hexerei sondern Ergebnis eines durchdachten Designs. Form follows function – diese Prämisse der Glatt Philosophie wurde im neuen Multilab umfassend weiterentwickelt. Im Fokus steht dabei immer der Bediener. Er profitiert von verbesserter Modulierbarkeit vom unkomplizierten Transport dank schlanker, platzsparender Bauweise bis hin zu optimierter Reinigung und Wartung.

Die Montage folgt dem Poka-Yoke-Prinzip. Nur wenige Handgriffe reichen, um das Multitalent neu zu konfigurieren. Glatte, spaltfreie Oberflächen reduzieren die Verschmutzung und sorgen für optimierte Reinigung. Dadurch reduziert sich der Reinigungsaufwand bis zum Wiedereinsatz der Anlage. Das Multilab ist ein wahres Leichtgewicht, es passt durch jede Tür und ist dank seiner niedrigen Bauhöhe jederzeit flexibel transportierbar. Die kompakte Bauweise spart außerdem Platz und minimiert den Aufwand, wenn der Betreiber das Labor-Equip-­ment erweitern will. Bei oft begrenzter Laborfläche ist das ein echter Vorteil.

Stand-­alone-Maschinen brauchen deutlich mehr Platz als das kompakte Multilab. Außerdem können Prozesslinien oft nicht so mitei­nander verbunden werden, dass die Transferlinien so kurz wie möglich gehalten werden. Eine geringere Anzahl der Bauteile und der Einsatz langlebiger, recyclingfähiger Materialien reduzieren zudem den ökologischen Fußabdruck.

Steuerung analog der Großanlage

Der Weg in Richtung Industrie 4.0 erfordert neue, wegweisende Lösungen: volle Prozess-Flexibilität und für zukünftige Optionen erweiterbar. Kurze Ansprechzeiten des Systems sorgen für beschleunigte Prozesse, und das intuitive Bedienkonzept mit Glatt View-Steuerung garantiert volle Kontrolle für alle Prozess-Optionen.

Der Multiport und ausreichende Rechnerleistung ermöglichen die flexible Anbindung an unterschiedliche PAT-­Systeme und deren Integration. „Die Steuerung haben wir von den Pilot- und Produktionsanlagen übernommen“, erklärt der Projektleiter. Das ermögliche die vollständige Integration von PAT-Systemen und reduziere den Schulungsbedarf enorm.

Ergänzendes zum Thema
 
12 Argumente für Multilab

Anwender, welche die Großanlagen kennen, haben es leichter. Außerdem hat die Glatt View Batch Prozesssteuerung bereits mehrere Optimierungsläufe hinter sich und ist seit langem bewährt. Dank eines modularen Konzeptes können zukünftige Prozesse einfach integriert werden.

Intuitives Bedienkonzept und selbsterklärende Interfaces

Das Touch-Bedienkonzept ist intuitiv, der Aufbau der Human Machine Interfaces selbsterklärend. Optional animierte Fließbilder werden auf einem großen 19" HD Monitor dargestellt, der auch als Ex-Ausführung verfügbar ist. Natürlich ist auch eine Rezeptur-Verwaltung für Batchprozesse vorhanden, Prozessdaten können ausgewertet werden und das gesamte System ist voll 21 CFR Part 11 konform. Das System kann via Ethernet ins Kundennetzwerk eingebunden werden ebenso via OPC/XML Schnittstelle in MES oder ERP-Systeme. Anpassungen an das kundenseitige MES-System sind jederzeit möglich.

Produktmanger Kapes Fazit: Durch die geschickte Verteilung von Komponenten innerhalb der Anlage lohne sich die Investition in das Multilab, je mehr Prozessmodule angeschafft würden.

* * Der Autor ist Leiter Marketing bei Glatt, Binzen. Kontakt: Tel. +49-7621-664-145

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