Energiewirtschaft Im Jahr 2013 erzeugten fast 1,5 Millionen Anlagen Öko-Strom

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

In Deutschland haben im Jahr 2013 insgesamt 1,48 Millionen Anlagen Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Wie sich diese auf die verschiedenen Kraftwerkstypen und die Bundesländer verteilen, geht aus einer aktuellen Auswertung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.

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In 2013 nutzten die meisten Öko-Strom-Kraftwerke in Deutschland die Sonnenenergie.
In 2013 nutzten die meisten Öko-Strom-Kraftwerke in Deutschland die Sonnenenergie.
(Bild: Helmuth Ziegler)

Berlin – Den zahlenmäßig größten Anteil an den "grünen" Kraftwerken Deutschlands im Jahr 2013 hatte die Solarenergie mit rund 1,4 Millionen Anlagen. Weit dahinter folgten die Windenergie mit 23.024 Anlagen und die Biomasse mit 13.589 Kraftwerken. Das haben aktuelle Auswertungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben.

Die meisten Anlagen hatte Bayern, den meisten Strom produzierte Niedersachsen

Die meisten EEG-fähigen Anlagen standen in Bayern (473.274), Baden-Württemberg (270.441) und Nordrhein-Westfalen (215.824). So wurden im Freistaat im Bundesvergleich bislang die meisten Photovoltaik- (465.399) und Biomasseanlagen (3.671) installiert. Die meisten Windenergieanlagen an Land (5.361) standen in Niedersachsen. Dies führte aufgrund der intensiven Windnutzung mit höheren Volllaststunden wiederum dazu, dass Niedersachsen im Vergleich mit allen anderen Bundesländern den meisten Strom aus EEG-Anlagen erzeugt hat (22,94 Mrd. Kilowattstunden). Danach folgten Bayern (20,55 Mrd. kWh) und Nordrhein-Westfalen (13,26 Mrd. kWh).

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Markt- und Systemintegration vorantreiben

"Die Markt- und Systemintegration der regenerativen Energien muss weiter vorangetrieben werden. Mit der Novellierung des EEG im vergangenen Jahr wurden dafür erste, richtige Schritte getan. Um die Erneuerbaren Energien besser in das Gesamtsystem zu integrieren, muss zum Beispiel auch der Ausbau der Stromnetze – sowohl auf Übertragungs- als auch auf Verteilnetzebene - erfolgen", erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Außerdem bleibe der Bedarf an konventionellen Reserve-Kapazitäten für Zeiten bestehen, in denen die Erneuerbaren keinen Strom liefern.

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