Elektromembranverfahren

Hohenheimer Forscher entwickeln Trennverfahren für Milchbestandteile

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Durch die Auftrennung erschließen sich neue Einsatzmöglichkeiten, erklärt Prof. Dr. Hinrichs. „Es entstehen zum Beispiel zwei Fraktionen von Peptiden, die beide für die Lebensmittelindustrie interessant sind: Kurzkettige bioaktive Peptide und langkettige Peptide.“

Wissenschaftliche Studien berichten, dass bestimmte bioaktive Peptide einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben sollen, etwa indem sie das Herz-Kreislaufsystem unterstützen, die Mineralabsorption verbessern oder die Muskelregeneration fördern. Sie sind daher für funktionelle Lebensmittel wie Sportgetränke geeignet.

„Für die Molkereibetriebe sind Peptide aber nicht nur interessant, weil man so der Lebensmittelverschwendung entgegenwirkt“, erläutert der Experte die Vorteile. „Langkettige Peptide können auch Grenzflächen stabilisieren, wirken also emulgierend, so dass man auf zugesetzte Emulgatoren verzichtet kann.“

Sprung zur Praxisreife

Die Elektromembranfiltration trennt die Milchinhaltsstoffe auf sehr effiziente Weise. „Das Verfahren hat sich im Labormaßstab bewährt“, so der Experte, „und muss nun in den technischen Maßstab übertragen werden.“

Diesen Teil wollen nun die Forschungspartner vom Fraunhofer IGB übernehmen und die Technik für die Praxis optimieren. Doch auch die Wissenschaftler an der Universität Hohenheim bleiben am Ball: Sie erproben den gleichen Aufbau für verschiedene Anwendungsbereiche.

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