Schneidgranulatur Höchstleistung und variabler Einsatz bei der Zerkleinerung

Autor / Redakteur: Bernd Päper / Wolfgang Geisler

Bei einem italienischen Verarbeiter von Reststoffen muss der Schneidgranulator einfach und flexibel auf die von den verschiedenen Kunden geforderten unterschiedlichen Granulatgrößen eingestellt werden können.

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Bei der Firma Aral in Alessandria, Italien, konnte die Holzmag Recycling Systems im Juni 2010 einen neuen Hochleistungsgranulator der Typenreihe Powercut 8/30 S installieren. Die zu garantierende Durchsatzleistung von mindestens 20 Tonnen pro Stunde wurde mit einem 320-kW-Hydraulikantrieb problemlos erreicht.

Vorgegeben war auch das Anforderungsprofil mit Stückigkeiten im Eingang von etwa 500 Millimeter und einem definierten Endgranulat von 15, 40 oder 80 Millimeter. Dieses Spektrum erlaubt es dem Kunden Aral sowohl Heizkraftwerke als auch die Zementindustrie zu bedienen. Eine schnelle Umstellung auf die jeweils geforderte Spezifikation war Bedingung hierfür. Mittels hydraulischer Sieb- korböffnung und drei Siebkorbsegmenten pro Welle kann dies von einer Serviceperson bewerkstelligt werden. Ein einzelnes Sieb-element wiegt weniger als 30 Kilogramm, was durch die Dicke des Siebblechs von weniger als sechs Millimeter erreicht wird.

Die Philosophie der Holzmag-Schneidtechnik ist, weder Druck noch Staumöglichkeit des Materials im Siebbereich zuzulassen. Dies wird durch die äußerst präzise Schneidtechnik ermöglicht, bei der das Material nicht durch die Siebe gequetscht wird sondern mittels Zentrifugal- und Schwerkraft frei durch das Sieb fällt, sodass die Siebeinlagen lediglich eine geringe Blechdicke benötigen. Störstoffe im Eingangsmaterial verursachen daher eher eine Deformation am Lochsiebsegment, als dass sie die Schneidwerkzeuge zerstören. Die Möglichkeit, bei Verwendung von Austragschnecken auch zwei unterschiedliche Granulat-Fraktionen im gleichen Durchgang erzielen zu können, lässt dem Kunden Aral für die Zukunft weitere Absatz-Optionen seines Mahlgutes offen.

Die Einsatzmöglichkeit verschiedener Werkzeugtypen und Verschleißplatten aus Stahl, Hartmetall und Keramik erlaubt die Verwendung auch für hochabrassive und störstoffbehaftete Inputmaterialien, ebenso wie für klebrige, nasse und wärmeempfindliche Eingangsstoffe. Anwendungen für Materialien wie Kompost, Bitumen, Aluminiumbleche, Stretchfolien oder Isolationsmatten beweisen dies eindrücklich.

Ausgefeilte Schneidtechnik

Die von Holzmag patentierte Schneidtechnik mit der selbstkühlenden Mehrkantwelle und den zentrierenden Messerbefestigun-gen ermöglicht Schneidvorgänge über zwei Meter Wellenlänge im 1/10-Schnittspaltbereich, was Quetschvorgänge, Schneidkraftverlust und Reibung verhindert. Angetrieben wird diese Technik standardmäßig über hydraulische Antriebsmotoren, die in der Tourenzahl variabel sind, keine Belastungsspitzen aufweisen und Schläge sowie Resonanzbelastungen deutlich besser absorbieren als andere Antriebe.

Da die Wellenstümpfe auswechselbar sind, kann bei der Holzmag-Konstruktion auf jede konventionelle oder neue Antriebsart nachgerüstet oder umgestellt werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Antriebe an den Wellen links, rechts oder beidseitig angebracht werden können, sind die Maschinen problemlos in nahezu jede Anlagenkonstellation zu integrieren.

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