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Hochwasserschutz

Hochwasserschutz – handeln, bevor das Wasser kommt

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Hamburg und Berlin machen’s vor

Das Problem stellt sich in gleicher Weise den Kommunen. Mit dem Ziel, nachhaltige Ideen und Konzepte für den Umgang mit Regenwasser zu entwickeln, haben die Behörde für Umwelt und Energie (BUE) und Hamburg Wasser (HW) gemeinsam das Projekt RISA – Regen Infra Struktur Anpassung – ins Leben gerufen. Ziel sind Maßnahmen, die zugleich den Hochwasserschutz für die Stadt als auch den Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer gewährleisten. Ein dezentrales Konzept, das Regenwasser dort, wo es anfällt, erfasst und – soweit möglich – an Ort und Stelle durch geeignete Anlagen wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zuführt.

Dr. Michael Beckereit, Geschäftsführer Hamburg Wasser: „Hamburg war die erste Stadt auf dem europäischen Kontinent, die eine zentrale Kanalisation bekommen hat. Nun sollten wir auch die ersten sein, die ein modernes Regenwassermanagement in die Stadtentwicklung integrieren. Das Projekt RISA hat dafür wichtige Weichen gestellt.“

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Doch sei die Umstellung auf neue Organisations-, Betreiber- und Finanzierungsmodelle eine Herausforderung. Denn die neuen oberflächennahen Entwässerungsanlagen des RISA-Konzepts liegen in der Grauzone zwischen Wasser- und Abwasserwirtschaft und im Verantwortungsvakuum zwischen privaten Grundstücksbesitzern, den Hamburger Bezirken und der Stadtentwässerung.

Auch Berlin demonstriert ein Beispiel für den Umgang mit Stark­regen: Auf Grundlage des städtebaulichen Masterplans Tempelhofer Freiheit wird auf dem Tempelhofer Feld ein nachhaltiges Regenwasser-Management nach ökolo- gischen und ökonomischen Gesichtspunkten umgesetzt. Bislang wurden die Niederschlagsmengen, die auf dem Dach des ehemaligen Flughafengebäudes und dem betonierten Vorfeld anfielen, mit Kosten von rund 300 000 Euro/Jahr in die Regenwasserkanalisation und den Landwehrkanal abgeleitet. Künftig wird das Regenwasser in einem rund 3 ha großen Wasserbecken gesammelt, das am Rand des betonierten Vorfeldes entsteht.

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