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10. PROCESS-Pumpenforum

Hier optimieren Pumpen-Fachleute ihren Wirkungsgrad

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Pumpen für Foodanwendungen

Rainer Pfeffer (Grundfos Hilge) und Manfred Thamm (Bayer Pharma) belegten mit den Besonderheiten bei Pumpen für Food- und Pharmaanwendungen ein kleines Schwerpunkt-Thema. Zusammengefasst ist beim Betrieb von Food&Beverage-Pumpen nicht nur auf die Kennlinie zu achten. Genauso wichtig sind Kenntnisse über das Produkt und die rheologischen Eigenschaften der zu fördernden Medien.

Pfeffer: „Damit das, was in die Pumpe eingebracht wird, mit gleicher Struktur und gleichen Inhaltsstoffen wieder auf der Druckseite herauskommt.“ Des Weiteren dürfen in Lebensmittelanwendungen nur Pumpen eingesetzt werden, die ein kompromissloses Hygienic Design mit entsprechend zugelassenen Werkstoffen vorweisen.

Pfeffer mahnt: „Bei der Forderung nach einer schonenden Förderung darf man nicht nur auf die Pumpe schauen, auch die Rohrleitungsführung ist entsprechend auszulegen.“ Und weiter: „Beim Hygienic Design reicht es nicht aus, dass die Pumpe hygienisch ist – die Anschlüsse müssen ebenfalls dem Hygienic Design genügen. Das gleiche gilt für die Gleitringdichtung und die verwendeten O-Ringe.“

Pumpen für Pharmaanwendungen

Noch einen Tick höher sind die Ansprüche an Pumpen für den Einsatz in der Pharmatechnik, wie Manfred Thamm verdeutlichte. Pharmazeutische Produkte müssen im Einklang mit rechtlichen Forderungen gefertigt werden; diese sind im Arzneimittelgesetz und der Betriebsverordnung für pharmazeutische Unternehmer mit den dazugehörigen GMP-Dokumenten niedergelegt. Thamm: „Eine wesentliche Erkenntnis aus den GMP-Regeln ist, dass die Qualität eines Arzneimittels erzeugt werden muss und nicht durch Kontrollen erreicht werden kann.“

Das erfordere ein definiertes Hygienic Design für Pumpen, insbesondere hinsichtlich der Werkstoffwahl, dem Pumpen-Design und der Einbaulage. Den Dichtungselementen komme ebenfalls hohe Bedeutung zu. Allerdings zeige die Praxis, so Thamm, dass in vielen Fällen die rückstandsfreie Reinigung einer Pumpe gar nicht möglich sei. Dann bleibe nur die Möglichkeit, die dem Produkt zugeordnete Pumpe vor der CIP-Reinigung auszubauen. Im Übrigen muss die Reinigung nicht nur zu einer sauberen Pumpe führen, dass ganze Prozedere muss bezahlbar bleiben (Wasser, Personal, Zeit).

Während elektropolierte Oberflächen im Lebensmittel- und auch Pharmabereich im Normalfall bevorzugt werden, gilt dies beim Transport von Mikroorganismen gerade nicht, wie Thamm hervorhob: Ist die Oberfläche zu glatt, haften Mikroorganismen um so besser, sind schlechter abreinigbar.

Bei Bayer Pharma sind rund 3500 Pumpen installiert, etwa 500 Aggregate stehen permanent in einem Pool zur Verfügung. Bei einem Pumpenausfall muss unmittelbar Ersatz bereitstehen: Jeder Produktionsausfall aufgrund einer schadhaften Pumpe würde dem Betrieb Verluste im sechs- bis siebenstelligen Euro-Bereich einfahren. Deshalb sind im Falle des Falles auch keine Kosten zu hoch, um Ersatzteile oder eine neue Pumpe zu besorgen – es kommt dann auch schon mal ein Hubschrauber zum Einsatz, wie zu hören war.

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