Digital Plant Kongress 2015 Hier diskutieren Experten über die Zukunft der Anlagenplanung

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Wie wirken digitales Lifecycle Management, Cloud Computing und Datenqualität zusammen? Wie gelangen die Daten von Risikoanalysen in die digitale Anlage? Welche Chancen eröffnen Big Data und Industrie 4.0 dem Engineering? Und wie gelingt es, die bei der Planung erhobenen Daten auch während der immerhin 20 Jahre dauernden Restlaufzeit der Anlage aktuell zu halten? Diese Fragen diskutieren Anwender und Ausrüster auf dem 5. Digital Plant Kongress am 6./7. Oktober in Würzburg.

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Auch in diesem Jahr wird die Podiumsdiskussion den Abschluss des ersten Tages bilden. Hier die Diskussionsrunde des 4. Digital Plant Kongresses moderiert von Prof. Dr. Leon Urbas, TU Dresden.
Auch in diesem Jahr wird die Podiumsdiskussion den Abschluss des ersten Tages bilden. Hier die Diskussionsrunde des 4. Digital Plant Kongresses moderiert von Prof. Dr. Leon Urbas, TU Dresden.
(Bild: PROCESS)

Auf kaum einem Gebiet klaffen Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander wie bei der Frage nach der Datenqualität der digitalen Anlage. Während der Planung ist die Datenbasis noch aktuell, doch schon nach der ersten Revision ist es geschehen: Hier eine veränderte Rohrleitung, dort ein neuer Kessel. Das R&I einer fünf Jahre alten Anlage hat nicht mehr viel zu tun mit dem, das ursprünglich der Planung zugrunde gelegen hat.

Qualitativ hochwertige Daten will jeder haben, aber die Unternehmen sind kaum bereit für die Pflege Geld in die Hand zu nehmen. Das sagt ein Experte aus der Planungsabteilung eines Chemieunternehmens und legt damit den Finger in die Wunde.

Dass es trotzdem gelingen muss, die Daten über den gesamten Lebenszyklus der Anlage auf gleich hohem Niveau zu halten, ist ein Thema, das auf dem diesjährigen Digital Kongress eine zentrale Rolle spielen wird. Denn nur dann wird die digitale Anlage gelebte Realität werden.

Wie gelingt die Integration? Welche Medienbrüche haben wir heute? Wo verlieren wir Geld und Zeit? Welche Chancen eröffnen Big Data und Industrie 4. 0 dem Engineering? Und wie werden sich Cloud und Mobile Computing auf den Arbeitsplatz der Zukunft auswirken? Das sind aus Sicht des Programmbeirats die wesentlichen Fragen, die es auf dem diesjährigen Digital Plant Kongress zu diskutieren gilt.

Als Kopf des wissenschaftlichen Programmbeirats, der aus Andreas Geiss, (Siemens), Martin Dubovy (Rösberg Engineering), Dr. Jürgen Stienemeyer (Evonik), Axel Franke (BASF) und Dr. Ralph-Harr Klaer (Bayer Technology) Services besteht, trägt wie auch in den vergangen Jahren Prof. Dr. Leon Urbas, Professor für Prozessleittechnik an der Technischen Universität Dresden mit dazu bei, dass die Qualität der Vorträge auf hohem Niveau sind. Er zeigt sich überzeugt von dem Kongresskonzept: „Der Digital Plant Kongress zeigt in zwei Tagen mit einem hochkarätig besetzten Programm auf, was heute im Bereich Digitale Anlage möglich ist. Der Kongress adressiert wichtige Themen der Digitalen Anlage und erlaubt somit einen schnellen und praxisorientierten Einstieg in das Thema. Der Veranstaltungsort in der ehemaligen Druckereihalle unterstützt durch den nahtlosen Übergang zwischen Fachausstellung und dem Fachkongress intensive Gespräche und den Ausbau des persönlichen Netzwerkes.“

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