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Neue Anlagenlinie Herstellung und Verpackung pharmazeutischer Streifentabletten

| Redakteur: Gabriele Ilg

Die StripTabs-Technologie von Romaco dient der Herstellung und Verpackung von pharmazeutischen Streifentabletten.

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Flachbeutel-Siegelmaschine Siebler HM 2/500 (Bilder: Romaco)
Flachbeutel-Siegelmaschine Siebler HM 2/500 (Bilder: Romaco)
( Archiv: Vogel Business Media )

Diese innovative medizinische Applikationsform bietet Alternativen bei Schmerz- und Hormontherapien. Die Entwicklung der Siebler StripTabs-Linie erfolgte im Auftrag des indischen Lohnherstellers Ankur Drugs and Pharma.

Das Herstellungs- und Beschichtungsverfahren

Das Handling der daumengroßen Streifenapplikationen mit einer Dicke von nur 60 bis 100 Mikrometern (μm) verlangt nach maßgeschneiderten Prozessen bei der Herstellung und Verpackung. Zunächst wird die pharmazeutische Wirkstoffsuspension im Homogenisierverfahren auf einer Vakuumprozessanlage von Romaco FrymaKoruma produziert. Durch die direkte Einmischung der APIs gleich zu Beginn des Verfahrens wird eine äußerst hohe Dosiergenauigkeit mit extrem niedrigen Wirkstofftoleranzen erreicht.

In einem aufwändigen Beschichtungsverfahren wird die Flüssigkeit anschließend mit einer Dickentoleranz von nur einem Mikrometer auf eine hochpräzise Trägerfolie aufgetragen. Nach dem Durchlauf mehrerer Trocknungseinheiten lassen sich die beschichteten Bahnen aufspulen. Zur Weiterverarbeitung wird das Rollenmaterial mit einer Breite von bis zu 240 Millimetern einer Flachbeutelsiegelmaschine vom Typ Siebler HM 2/500.

Keine Schnitttoleranzen dank nahtloser Stanzung

Der Zuschnitt und die Primärverpackung der StripTabs in peelfähige Vierrandsiegelpackungen erfolgen auf der Siebler HM 2/500. Nach dem Abspulvorgang durchlaufen die beschichteten Bahnen zunächst die Präzisionsrillstation der Anlage. Hier werden die Filmtabletten von einer Messerwalze in die erforderlichen Maße von 20 mal 30 Millimetern gerillt.

Null Prozent Schnitttoleranz sind das Ergebnis dieser nahtlosen Stanzung. Das Verfahren sorgt zudem dafür, dass der zu kalkulierende Produktverlust mit unter fünf Prozent vergleichsweise gering ausfällt. Im nächsten Schritt werden die zugeschnittenen Streifen über eine Messerkante gezogen, woraufhin sie sich von der Trägerfolie lösen und als Stückware dem Siegelprozess zugeführt werden.

Ein Shuttlesystem transportiert die vereinzelten Streifentabletten auf die Primärverpackungsfolie mit einer Siegelbreite von bis zu 500 Millimetern. So aufbreitet gelangen die StripTabs in den zehnspurigen Siegelprozess der HM 2/500, die eine maximale Verpackungsgeschwindigkeit von bis zu 1500 Streifen pro Minute erzielt. Eingesiegelt in licht- und feuchtigkeitsdichte Aluminiumweichfolienpackungen sind die StripTabs bis zu drei Jahre haltbar.

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