Verfahren zur Montage und Demontage von Dichtverbindungen an Rohrleitungen und Apparaten

20.10.2014

24.03.2015

Veranstaltungsort: Haus der Technik e.V., Essen

Die VDI 2290:2012-06 verlangt im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) Anstrengungen zur Reduzierung schädlicher Emissionen. Unter anderem wird im Rahmen der Qualitätssicherung eine Verfahrensanweisung mit festgelegten Vorgehensweisen zur Montage und Dokumentation...

Die VDI 2290:2012-06 verlangt im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) Anstrengungen zur Reduzierung schädlicher Emissionen. Unter anderem wird im Rahmen der Qualitätssicherung eine Verfahrensanweisung mit festgelegten Vorgehensweisen zur Montage und Dokumentation gefordert. Leckagen an Flansch-/Dichtverbindungen verursachen hohe Kosten, gefährden Mitarbeiter und schädigen die Umwelt. Als Hauptursache für versagende Dichtverbindungen wird mangelhafte Montage und das Fehlen einer Montageanweisung gesehen. Die Anforderungen an den Anlagenbetreiber in Bezug auf Qualifizie-rung des Personals zur Montage von Dichtverbindungen steigen stetig. Die Qualifizierung und Überprüfung des Personals erfolgt nach der EN 1591-4 (aktuell als Entwurf vorliegend). 
Die Druckgeräterichtlinie Richtlinie 97/23/EG DGRL/PED, Gesetze wie Betriebssicherheitsverordnung BetrSichV, Bundesimmissionsschutzgesetz BImSchG und die zugehörigen Regelwerke verlangen eine geregelte Anweisung zur richtigen Montage von Dichtverbindungen an das Montagepersonal. Jedes Unternehmen der Prozessindustrie muss eine Verfahrensanweisung haben. Es gibt sowohl auf nationaler als auf internationaler Ebene Vorschläge bzw. genormte Verfahrensanweisungen, die häufig in der täglichen Praxis zu Problemen führen. Das Anziehen von Dichtverbindungen mittels Drehmoment gilt als Allheilmittel, führt aber, falsch angewendet, zur Erhöhung von Leckagen. Ein wesentlicher Punkt ist auch die richtige Kontrolle einer verschraubten Flanschverbindung. Hierzu bietet die aktuelle Erarbeitung der VDI 2862-2 interessante Erkenntnisse, die einen Teil üblicher Montageanweisungen zum Scheitern verurteilen. Letztendlich soll auch noch das Emissionsminderungsgebot des BImSchG beachtet werden. Diese Anforderung wird bisher von keiner bekannten Montageanweisung erfüllt. 
Flanschverbindungen werden wiederkehrend geprüft oder müssen für Reparaturen geöffnet werden. Hierzu wird ein praxisgerechtes Monitoring-Werkzeug vorgestellt. Zur Erfüllung aller Anforderungen gehört die richtige Auswahl der Dichtung, das optimale Montageverfahren und die sachgerechte Überprüfung des Montageergebnisses. Das Seminar vermittelt alle erforderlichen Kenntnisse, verglichen und beurteilt werden bekannte, vorliegende Anweisungen. Es klärt über den aktuellen Stand der Technik auf und bietet einen Ent-wurf für die optimale, regelkonforme Verfahrensanweisung.