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Haus der Technik e.V.

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22.06.2015 - 22.06.2015 in HDT im Regus Business Center Laim, München

Blitzschutz für bauliche Anlagen - Brand- und Blitzschutz für Gebäude mit und ohne Solarstrom-Anlagen

20.10.2014
Veranstaltungsort: HDT im Regus Business Center Laim, München
Die Bauordnungen der Länder fordern für bauliche Anlagen, bei denen nach Lage, Bauart oder Nutzung Blitzschlag leicht eintreten oder zu schweren Folgen führen kann, dauernd wirksame Blitzschutzanlagen. Zu wirksamen Blitzschutzanlagen gehören neben dem „Blitzableiter“ (äußerer ...

Die Bauordnungen der Länder fordern für bauliche Anlagen, bei denen nach Lage, Bauart oder Nutzung Blitzschlag leicht eintreten oder zu schweren Folgen führen kann, dauernd wirksame Blitzschutzanlagen. Zu wirksamen Blitzschutzanlagen gehören neben dem „Blitzableiter“ (äußerer Blitzschutz) längst Maßnahmen zum inneren Blitzschutz, um sicherheitsrelevante Anlagen und Einrichtungen aber auch das Leitungsnetz vor Überspannungen zu schützen.

Photovoltaikanlagen wandeln Licht in elektrische Energie um. Durch die geplante Energiewende werden immer mehr Solarstromanlagen von Bauherrn und Umweltschützern installiert. Dies führt dazu, dass viele Neubauten, aber auch immer mehr bereits bestehende Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden. Dabei werden nicht nur eigene Gebäude mit Solarzellen bestückt. Gemeinden und Firmen stellen beispielsweise „kostenlos“ Dachflächen zur Verfügung, auf denen Solarzellen durch Dritte installiert werden.

Die Erfahrung zeigt aber auch, dass Photovoltaikanlagen gewisse Risiken bergen. Zum einen gibt es bauordnungsrechtliche Bestimmungen, die bei der Errichtung beachtet werden müssen. Zum andern stellen Sie für die Feuerwehr im Einsatzfall ein nicht unerhebliches Risiko dar, da der Stromfluss auf der Gleichstromseite praktisch nicht abgeschaltet werden kann.

Hinzu kommt, dass – zumindest im Bereich von Sonderbauten – dem inneren und äußeren Blitzschutz eine erhöhte Bedeutung zukommt, um Schäden an sicherheitsrelevanten Einrichtungen und Anlagen zu vermeiden. Da Solarstromanlagen bestimmungsgemäß in der Regel Ströme ins Gebäude einleiten, werden bei Blitzeinschlägen in einem Bereich bis zu einer Entfernung von ca. einem Kilometer auch Überspannungen ins Gebäude eingeleitet, die diese Einrichtungen und Anlagen zerstören, wenn keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.

Im Seminar werden die bauordnungsrechtlichen Anforderungen dargestellt und die technischen Möglichkeiten erläutert, die für einen wirkungsvollen Blitzschutz erforderlich sind. Es wird auch gezeigt, wie Blitzschutzanlagen architektonisch in das Gesamtbild der baulichen Anlage integriert werden können. Für Solarstromanlagen werden die öffentlich-rechtlichen Vorschriften, die beim Errichten zu beachten sind, behandelt. Darüber hinaus werden auch versicherungsrechtliche Regelungen sowie die einschlägigen VDE-Bestimmungen aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten dargestellt.

Ergänzend werden die Probleme und Folgen bei der Brandbekämpfung im Bereich von PV-Anlagen dargestellt und erläutert.

Es besteht die Möglichkeit, am zweiten Tag an einem Workshop teilzunehmen, um die erworbenen Kenntnisse an Hand von Beispielen in Gruppenarbeiten zu vertiefen.

Auf Grund umfangreicher Erfahrungen der Referenten werden auch Hinweise gegeben, die einerseits Fehlplanungen vermeiden können und andererseits zu Kostenreduzierungen führen, ohne auf einen ausreichenden Schutz verzichten zu müssen.