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Anlagenbau: Energie aus Nussschalen

Harte Nuss: Ein Anlagenbauer hat den Dreh raus

| Autor/ Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Eine harte Nuss für Anlagenbauer: So gelingt es, Wärme aus der Verbrennung von Nussschalen zu gewinnen – Geht es um komplizierte, zur Schlackebildung oder zum Verglasen neigende Roh- und Reststoffe, kommen konventionelle Brenner an ihre Grenzen. Jetzt kommt Bewegung in die Sache – und das im wörtlichen Sinne im Drehrohrkessel.

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Eine harte Nuss für Anlagenbauer: So gelingt es, Wärme aus der Verbrennung von Nussschalen zu gewinnen.
Eine harte Nuss für Anlagenbauer: So gelingt es, Wärme aus der Verbrennung von Nussschalen zu gewinnen.
(Bild: Werkstätten)

Nicht nur Eichhörnchen sind scharf auf Nüsse: Längst haben Kosmetik und Pharma die fettreichen Baumfrüchte mit ihren wertvollen Bestandteilen entdeckt. Besonders begehrt: Die afrikanische Shea-Nuss, die gemahlen die wertvolle Sheabutter liefert. Was bei der Herstellung der gelblichen Fettmasse allerdings auch anfällt, sind Schalen und Fruchtfleisch-Rückstände. Die Biomasse mit schwankender Zusammensetzung und erhöhtem Ascheanteil scheint ein klassischer Fall für die Kompostanlage.

Doch es geht auch anders, wie das Beispiel einer dänischen Ölmühle zeigt. Nicht länger damit zufrieden, die anfallenden Nussschalen teuer zu entsorgen, suchten die Skandinavier nach einer Möglichkeit, die Rückstände zur Energie-Erzeugung zu nutzen – und wurden bei einem Drehrohrkessel der Werkstätten-Group fündig. Dabei entsteht im Inneren des drehenden Rohres ein rotierender Wirbel aus Verbrennungsluft und brennenden Gasen, der überall im Feuerungsraum homogene Temperaturen erzeugt. Der Brennstoff wird durch den etwa 800 °C heißen Beton der Auskleidung erhitzt und die aufsteigenden Gase vom Wirbel erfasst und verbrannt.