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Internet-of-Things-Plattform

Hafen Rotterdam setzt Kurs auf digitale Zukunft

| Redakteur: Alexander Stark

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat den ersten Bereich seiner neuen Internet-of-Things-Plattform in Betrieb genommen. Die Hydro-/Meteo-Anwendungen sind für den Rotterdamer Hafen ein nächster Schritt hin zum smarten Hafen. Anhand eines umfangreichen Netzes von Sensoren stellt das System genaue und aktuelle Wasser- und Wetterdaten bereit, die insbesondere für die Planung und Abfertigung des Schiffsverkehrs eingesetzt werden.

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Mit der neuen Iot-Plattform wird die Grundlage zur künftigen Unterstützung der autonomen Schifffahrt im Rotterdamer Hafen geschaffen.
Mit der neuen Iot-Plattform wird die Grundlage zur künftigen Unterstützung der autonomen Schifffahrt im Rotterdamer Hafen geschaffen.
(Bild: Hafenbetrieb Rotterdam )

Rotterdam/Niederlande – Die Entwicklung der IoT-Plattform wurde vor einem Jahr von den kooperierenden Partnern IBM, Cisco, Esri und Axians angekündigt und jetzt unter Leitung des Hafenbetriebs übergeben. Dank der Cloud-Plattform und der generierten Echtzeitinformationen sei es nun möglich, z.B. über Infrastruktur, Wasser- und Wetterbedingungen, missionskritische Prozesse in der Dienstleistung für die Kunden weiter zu verbessern, erklärte Ronald Paul, Chief Operating Officer des Hafenbetriebs Rotterdam.

Präzise Daten

Die allgemeinen Plattformelemente, die nun implementiert wurden, bieten dem Hafenbetrieb Rotterdam eine sichere und zuverlässige Grundlage für rasche Innovationen, mit Zugang zu den neuesten Technologien wie Edge Computing, Echtzeitanalysen, künstliche Intelligenz, höchst präzise Daten und Blockchain. Das ist auch notwendig, denn die Abläufe auf dem Hafengebiet entwickeln sich ständig weiter und neue physikalische Infrastrukturen werden zunehmend stärker digitalisiert. So generieren Sensoren, die auf und in Kaimauern, Dalben, (Wasser-) Straßen und Verkehrsschildern eingebaut sind, kontinuierlich Basismessdaten und können mit anderen autonomen Systemen kommunizieren. Damit wird die Grundlage zur künftigen Unterstützung der autonomen Schifffahrt im Rotterdamer Hafen geschaffen.

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Erste missionskritische Anwendung

Der Prüfstein für die IoT-Plattform war die Übergabe der Hydro-/Meteo-Anwendung. Es ist das erste Mal, dass die allgemeine IoT-Plattform für eine missionskritische Anwendung eingesetzt wird. Dabei wurden dem Hafenbetreiber zufolge höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Standardisierung gestellt. Die Anwendung ist nämlich von wesentlicher Bedeutung beim Treffen der richtigen Entscheidungen für die sichere und effiziente Abwicklung der Schifffahrt.

44 Sensoren liefern die erforderlichen Daten

In dem nun übergebenen Hydro-/Meteosystem werden Daten über Wasserpegel, Strömung, Salzgehalt, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Sicht durch eine Kombination von 44 Sensoren im Hafen, zahlreichen Prognosemodellen, Daten des niederländischen Wasserwirtschaftsamts Rijkswaterstaat und astronomischen Berechnungen gewonnen. Damit trägt die Anwendung zur Verringerung von Wartezeiten sowie zur Optimierung von Anlage-, Lade-/Lösch- und Abfahrtszeiten bei. Dank der Technologie kann beispielsweise je nach Wasserpegel der beste Zeitpunkt zum Anlegen und für Abfahrten genauer vorhergesagt werden, bei Gewährleistung einer maximalen Ladung.

1,2 Millionen Datenpunkte

Die Lotsenorganisation „Loodswezen“, das niederländische Wasserwirtschaftsamt Rijkswaterstaat, DCMR sowie verschiedene Abteilungen des Hafenbetriebs nutzen das Hydro-/Meteo-System. Es wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Nutzer zunehmen wird. Durch die Nutzung weltweiter und offener Normen war es für externe Interessenten noch nie so einfach, eine Verbindung mit diesen Echtzeitdaten herzustellen. Die Plattform verarbeitet heute bereits täglich ca. 1,2 Millionen Datenpunkte für Modelle, Systeme und Nutzer.

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