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Eine Marke der PROCESS Gruppe

Bayer will Life-Science deutlich ausbauen

„Haben uns in den Life-Science-Geschäften viel vorgenommen.“

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Bayer erwarte in den kommenden 12 bis 18 Monaten bedeutende Fortschritte bei seinen Pipeline-Projekten im mittleren und fortgeschrittenen Stadium. „Wir wollen helfen, auf unseren Forschungsgebieten Herzkreislauf- und Blut-Erkrankungen sowie Krebs und Frauengesundheit die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu verbessern“, sagte Dekkers. Allein für 2015 plane Bayer Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von mehr als 4 (2014: 3,6) Milliarden Euro – davon entfällt mit rund 2,2 Milliarden Euro mehr als die Hälfte auf das Pharma-Geschäft.

Crop Science soll stärker wachsen als der Markt

Das Segment Consumer Health soll seinen Umsatz bis 2017 pro Jahr durchschnittlich um ca. 4 % auf über 10 (2014: 7,9) Milliarden Euro steigern und eine bereinigte Ebitda-Marge von 24 bis 26 (2014: 22,5) % erzielen. Hierzu soll insbesondere das von Merck & Co. erworbene Consumer-Care-Geschäft beitragen. Die Integration verlaufe sehr erfolgreich, so Dekkers. Bayer belege nun weltweit eine starke zweite Position im Geschäft mit rezeptfreien Produkten (OTC).

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„Auch im Agrargeschäft profitieren wir vor allem von unseren innovativen Produkten“, sagte Dekkers weiter. So sollen die neuen Produkte aus dem Bereich Crop Protection, die seit 2006 auf den Markt gekommen sind, im Jahr 2017 einen Umsatz von ca. 2,8 Milliarden Euro erreichen (2014: 1,9 Milliarden Euro). Insgesamt will der Konzern im Crop-Science-Geschäft stärker wachsen als der Markt und den Umsatz auf über 11 Milliarden Euro im Jahr 2017 (2014: 9,5 Milliarden Euro) steigern. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 5 %. Die bereinigte Ebitda-Marge soll mit 23 bis 25 % (2014: 24,9 %) auf einem führenden Niveau gehalten werden.

Material-Science-Börsengang spätestens Mitte 2016

„Die beschlossene vollständige Ausrichtung von Bayer auf die Life-Science-Geschäfte werden wir nun mit aller Kraft vorantreiben“, kündigte Dekkers an. Alle Projekte hierzu seien voll im Plan. Bis zum 31. August 2015 soll die wirtschaftliche und rechtliche Verselbstständigung von Material Science – der sogenannte Carve-out – erfolgen und der geplante Börsengang bis spätestens Mitte 2016. Die Entscheidung, ob dies im Wege eines IPO oder eines Spin-off geschehen soll, ist für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant.

„Für die Zukunft sind wir optimistisch“, fasste Dekkers zusammen. Bayer habe exzellente Wachstumsperspektiven – mit seinen herausragenden Kompetenzen in Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb, einer dynamischen Innovationspipeline, starken Marken und einer überlegenen Präsenz in den Wachstumsmärkten.

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