Suchen

Eine Marke der PROCESS Gruppe

Erwerb von Averitas Pharma Grünenthal erweitert Angebot zur Schmerzbehandlung in den USA

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Grünenthal hat das amerikanische Pharmaunternehmen Averitas Pharma erworben und damit seine kommerzielle Präsenz in den USA ausgeweitet. Averitas Pharma übernimmt im amerikansichen Raum die Vermarktung des Schmerzpflasters Qutenza. Erst kürzlich erwarb Grünenthal von Acorda Therapeutics die verbleibenden globalen Produkt-Rechte, einschließlich der US-Rechte.

Firmen zum Thema

Grünenthal erwirbt Averitas Pharma und baut kommerzielle Präsenz in den USA auf
Grünenthal erwirbt Averitas Pharma und baut kommerzielle Präsenz in den USA auf
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Aachen – Averitas Pharma wird das Vertriebsmodell für Qutenza ausbauen: Spezialapotheken und Hubservices sollen künftig den Produktzugang für Patienten vereinfachen und Ärzte bei der Verschreibung und Anwendung unterstützen. „Dies wird uns dabei helfen, das Qutenza-Geschäft in den USA um- und auszubauen und das Produkt auch dort wieder auf Wachstumskurs zu bringen", erklärt Grünenthal-CEO Gabriel Baertschi.

Qutenza ist ein lokal wirksames Analgetikum und eine Alternative zum aktuellen Behandlungsstandard, denn der medizinische Bedarf in der Schmerzmedizin, insbesondere bei nicht-opioiden und nicht-systemischen Behandlungen, ist nach wie vor hoch. In Europa ist Qutenza für eine breite Indikation zur Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen bei Erwachsenen zugelassen, zum Beispiel bei postoperativen neuropathischen Schmerzen, krebsbedingten neuropathischen Schmerzen und schmerzhafter diabetischer peripherer Neuropathie. In den USA ist das Produkt derzeit nur für die Behandlung der postherpetischen Neuralgie zugelassen. Ein wichtiger nächster Schritt für Averitas Pharma wird darin bestehen, über die US Food & Drug Administration (FDA) eine Label-Erweiterung für den breiteren neuropathischen Schmerz zu beantragen.

Grünenthal setzt damit seine Wachstumsstrategie konsequent fort, nachdem es sein Schmerzportfolio bereits durch eine Reihe von Akquisitionen erweitert hatte, darunter die europäischen Rechte an Nexium, die weltweiten Rechte an Vimovo (außer USA und Japan), die globalen Rechte an Qutenza sowie die globalen Rechte an Zomig (außer Japan). Seit 2016 unterzeichnete das Unternehmen Zukäufe in einem Gesamtwert von mehr als 1,3 Milliarden Dollar.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45604816)