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Nachruf Dr.

Gründervater des Forschungszentrums Wolfgang gestorben

| Redakteur: Marion Henig

Dr. Wilhelm Schuler (1914-2010) (Bild: Konzernarchiv Evonik Industries)
Dr. Wilhelm Schuler (1914-2010) (Bild: Konzernarchiv Evonik Industries)

Wie heute bekannt wurde, ist Wilhelm Schuler am 5. Juni 2010 in Bad Homburg im Alter von 95 Jahren verstorben. Der Standort Wolfgang verdankt dem Forscher und ehemaligen Chemieforschungsleiter der Degussa den Aufstieg zum weltweit größten Forschungszentrum – erst der Degussa, dann von Evonik Industries.

Hanau – Dr. Wilhelm Schuler (1914-2010) hatte „immer ein Ass im Ärmel“. Das zumindest meinten Kollegen und Weggefährten, wenn sie dessen „Riecher“ für erfolgreiche Projekte beschrieben.

Schuler kam nach seinem Chemisstudium in Danzig und einer Karriere als Pharmaforscher 1953 zur damaligen Degussa, die ihm damals einen ungewöhnlichen Arbeitsvertrag anbot, der es ihm ermöglichte seine privaten unternehmerischen Aktivitäten parallel fortzusetzen und auszubauen. Zunächst entwickelte er als Leiter des Laboratoriums für Arzneimittelforschung der Degussa-Tochterfirma Chemiewerk Homburg mehrere äußerst erfolgreiche Arzneimittel. Von 1959 an leitete er die Chemieforschung der Degussa und strukturierte diese neu. 1961 stieg er zum Generalbevollmächtigten auf und begann, die über ganz Deutschland verteilten Forschungsabteilungen in Wolfgang zu bündeln. Damit war der Grundstein gelegt für eine Innovationsschmiede, die heute als ein Zentrum für angewandte Materialtechnologie, Spezialchemie und Pharma zählt.

Dank seines Gespürs für Innovationen, seines zuverlässigen Blicks für gute Wissenschaftler und Ingenieure sowie seiner hohen Motivationsfähigkeit legte Wilhelm Schuler den Grundstein für die technologische Spitzenstellung auf verschiedenen Gebieten und zahlreiche bis heute erfolgreiche Produkte von Evonik Industries und anderer Firmen. So förderte Schuler beispielsweise die Entwicklung von Ionenaustauschern zum Einsatz in der Waschmittelindustrie und die Entwicklung der Autoabgaskatalysatoren. 1977 ging der Forscher zwar in Pension, hielt aber guten Kontakt zu seinen ehemaligen Kollegen und Mitarbeitern.

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