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China Market Insider Grün, grüner, am grünsten - Isländer und Chinesen produzieren EVA aus CO2

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Viel „grüner“ kann die chemische Industrie nicht werden: Methanol durch CO2-Abscheidung gewinnen und dann zu EVA-Materialien für Solarzellen verarbeiten. Eine Vertrag über die weltweit erste Wertschöpfungskette dieser Art hat jetzt ein Unternehmen aus Island in China unterzeichnet, berichtet PROCESS (China).

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Das Projekt ist ein Joint-Venture der Firma „Iceland Carbon Recycling International“ (CRI) mit der chinesischen „Jiangsu Sailboat Petrochemical”, einem Tochterunternehmen der Shenghong Group. Der Vertrag ist Ende September unterzeichnet worden und die Produktion soll nächstes Jahr beginnen. „Das Projekt kann das Kohlendioxid aus industriellen Abgasen recyclen, um EVA-Kunstharze zur Produktion von Photovoltaik-Anlagen zu produzieren,“ schreibt PROCESS in Peking. „Es verwandelt Kohlendioxid in einen Schatz.”

Die isländische Firma CRI wird auch von deutschen Partnern umworben. In Niederaußem in Nordrhein-Westfalen ist gemeinsam MefCO2 eine Pilotanlage zur Abscheidung von CO2 aus einem dortigen Kraftwerk von RWE in Betrieb genommen worden, das dann zu Methanol verarbeitet wird. Dieses wird dann wiederum zur Denitrifikation oder „Entstickung” in einer Kläranlage eingesetzt.