Flexibilität als Erfolgsgarant

21.06.2016

Sondermaschinenbauer blickt zurück auf ein erfolgreiches Jahr 2015 Die Geschäftsentwicklung? Erfolg auf ganzer Linie. Der Grund dafür? Flexibilität.

Wenn ein Wort die Entwicklung im Unternehmen groninger im Jahr 2015 beschreiben müsste, wäre es das Wort Flexibilität: Unabdingbar, wenn es um die Entwicklung von neuen Produkten geht und wichtig, wenn Mitarbeiter bei der Umsetzung von Veränderungsprozessen aktiv mitgestalten – beides ist im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich realisiert worden.

In 2015 erwirtschafteten die rund 1.020 Mitarbeiter an den drei groninger Standorten Crailsheim, Schnelldorf und Charlotte (North Carolina, USA) einen Umsatz von 140 Mio. Euro. Dieses Plus von 8% im Vergleich zum Vorjahr wird als besondere Leistung hervorgehoben, da das Jahr 2015 von Veränderungen geprägt war. Neben einer weitläufig angelegten Verjüngungskur des Auftragsabwicklungsprozesses nach der „Critical Chain Project Management“ Methode, fanden auch diverse Umstrukturierungsprojekte am Standort Crailsheim statt.

 

Eine erfolgreiche Form der Veränderung bedarf immer auch einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Mitarbeitern und Geschäftsleitung. „Wir sind sehr stolz, dass unsere Mitarbeiter diesen Prozess so aktiv unterstützen und ihr Bestes geben, auch wenn manchmal kleine Umwege zum Ziel führen. Wir vertrauen auf neue Methoden in der Mitarbeiterführung sowie in die Erfahrung und Kreativität unserer Führungskräfte. Deshalb investieren wir auch kontinuierlich in die Weiterentwicklung unserer Belegschaft“ ergänzt Jens Groninger.

Um die wesentlichen  Kernbereiche des Unternehmens abzubilden, wurde auch die Geschäftsleitung seit 2014 um zwei weitere Mitglieder erweitert. „Die Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt, das ist uns im Zuge unserer Wachstumsstrategie sehr wichtig.“ erklärt Jens Groninger.

Rekorde zu verzeichnen

Im Jahr des 35-jährigen Unternehmensjubiläums wurde ein Rekord nach dem Anderen geknackt. Nach dem höchsten Umsatz der Firmengeschichte wurde auch die bislang höchste Gewinnausschüttung mit 2,6 Millionen Euro an die Mitarbeiter ausgezahlt. Darüber hinaus investierte das Familienunternehmen kräftig. 5,5 Millionen Euro ließ sich groninger den Erwerb von 40.000 m² Baugrundstück samt eigens gestaltetem Mitarbeiterrestaurant kosten. Im Mai 2015 eröffnet, bietet das Restaurant Platz für 200 Personen und kann sich sehen lassen. Täglich frisch zubereitete Mittags-Menüs in einem ansprechenden und modernen Umfeld. Der Name ist dabei Programm: Meet & Eat – das Restaurant samt Konferenzraum ist ein Ort der Begegnung und wird gerne genutzt.

Die neueste Investition wird derzeit am Standort Schnelldorf für den Marktbereich Consumer Healthcare getätigt. Ehrgeizige Pläne liegen zugrunde: die neuen 4.500 qm für Büro, Montage und Lager mit einem Investitionsvolumen von rund sechs Millionen Euro sollen zum Großteil noch in diesem Jahr fertig gestellt werden. Modernste Technik ist hier in Sachen Energieversorgung vorgesehen. Volker Groninger, Geschäftsführer für den Standort in Schnelldorf erklärt: „Eine Eisspeicherheizung sorgt nach dem Prinzip eines Wärmetauschers dafür, dass durch den veränderten Aggregatzustand von Wasser – flüssig und gefroren – im Winter geheizt und im Sommer gekühlt wird. Diese Investition in erneuerbare Energien liegt uns sehr am Herzen.“ Dies beweist unter anderem auch die im April 2016 erfolgte Zertifizierung des groninger Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001.

Flexibilität durch Standardisierung im Zukunftsmarkt

Gerade der konservative Pharma-Markt beginnt sich zusehends zu verändern. Die Zeit der so genannten Blockbuster-Produkte in höchsten Stückzahlen ist vorbei – es beginnt die Ära der personalisierten Medizin in entsprechend kleineren Produktionschargen. Hierbei sind andere Maschinentechnologien und neue Konzepte erforderlich. Anlagenbauer müssen also umdenken. Einen Fokus setzte groninger hierbei im Jahr 2015 auf die Standardisierung ausgewählter Maschinenmodule um den Kunden eine moderne, schnelle und preislich attraktive Lösung anzubieten. Den größten Erfolg im Markt erzielte hier das neue Maschinenkonzept FlexPro 50. Im Jahr der Produkteinführung konnten bereits mehrere Aufträge verzeichnet werden.

Durch den Wechsel weniger Formatteile können mit FlexPro 50 genestete Spritzen, Zylinderampullen und Vials auf einer Linienkonfiguration verarbeitet werden. "Diese Flexibilität bei der Verarbeitung von Kleinserien ist einzigartig im Vergleich zu bestehenden Maschinenkonzepten im Markt und bietet enorme Vorteile für unsere Kunden." ergänzt Jens Groninger. Neben standardisierten und aufeinander abgestimmten Linienmodulen samt Integration von Isolatortechnik und Gefriertrocknung, ist die beidseitige Zugänglichkeit der Maschinenmodule ein großer Vorteil für die Bediener. Das Konzept bietet eine Platzersparnis von bis zu 40% gegenüber herkömmlichen Systemen.

„Für individuelle Kundenwünsche wird groninger natürlich nach wie vor die passenden Lösungen nach Maß erarbeiten. Daran wird sich nicht viel ändern.“ erklärt Dieter Derr, Vertriebs- und Marketingleiter am Standort Crailsheim, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung. Nicht umsonst schreibe sich das Unternehmen „We fill Visions with Life“ auf die Fahne. Diese Philosophie wird in allen Geschäftsbereichen gelebt.

Forschung und Entwicklung - international

Volle Auftragsbücher und eine Exportquote von 90% sind ein Zeichen des erfolgreichen Wirtschaftens des Unternehmens Groninger. Mit dieser Sicherheit im Gepäck, widmet man sich bei groninger gerne den Zukunftsthemen der Branche. Um nur ein paar der Beispiele zu nennen:

  • Einsatz von Röntgentechnologie bei der Spritzenkonfektionierung
  • Erfolgreiche Entwicklung und Vermarktung der Plasmadekontamination als international einzigartige Alternative zur bestehenden E-Beam-Technologie
  • Gezielte Ausarbeitung von Industrie 4.0 Themen und Produkten für die drahtlose Kommunikation zwischen intelligenten Systemen und Sensoriken für die Pharma- oder Kosmetikindustrie

In den Bereich Forschung und Entwicklung reinvestiert groninger traditionell etwa 10% der Umsatzerlöse.