Länderreport Vereinigtes Königreich

God Save the Chemical Industry

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Produktion/Branchenstruktur

Die Produktionsumsätze von chemischen Erzeugnissen (inklusive Pharmazeutika) im Vereinigten Königreich sind 2011 laut Oxford Economics erneut um 2 bis 2,5 Prozent geschrumpft. Hohe Umsatzverluste verzeichneten vor allem Agrarchemikalien (-23 Prozent), Pharmazeutika (-8 Prozent), Farben, Lacke etc. (-3 bis -4 Prozent) sowie Kunstfasern (-2 bis -3 Prozent).

Gegen den Trend positiv entwickelten sich die Bereiche Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel etc. (+5 bis +6 Prozent) sowie Basischemikalien (+7 bis +8 Prozent). Für 2012 rechnet Oxford Economics mit einem Umsatzplus in der Chemieindustrie von 1,5 bis 2 Prozent. Im Jahr 2013 könnte sich die Branchenkonjunktur weiter aufhellen. Nach zwei sehr schwachen Jahren dürften die Agrarchemikalien 2012 wieder wachsen.

Überdurchschnittlich sollte zudem die zuletzt gebeutelte Pharmabranche abschneiden. Mit verhaltenen Umsatzanstiegen ist 2012 in den Segmenten Farben und Lacke etc., Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Basischemikalien zu rechnen. Die Produktionsumsätze bei Kunstfasern sind voraussichtlich weiter rückläufig.

Nachdem die Investitionen in der chemischen Industrie in den Krisenjahren 2008 bis 2010 schwach waren, rechnet Cambridge Econometrics von 2011 bis 2013 mit jährlichen Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich. Dies sollte auch die Nachfrage nach Ausrüstungen und Anlagen für die chemische Industrie beflügeln. Auch im Bereich Gummi- und Kunststofferzeugnisse dürften die Investitionen von 2011 bis 2013 jährlich um 10 bis 12 Prozent zunehmen. In der britischen Öl- und Gasindustrie wurde bereits in den vergangenen drei Jahren stark investiert. Anfang Februar 2012 lancierte die Regierung die 27. Offshore-Lizenzvergaberunde (Öl und Gas).

Finanzminister Osborne kündigte im Frühjahr 2011 an, einen Mindestpreis für CO2-Emissionen ("Carbon Floor Price") im April 2013 einzuführen. Vertreter der Chemiebranche warnen davor, dass dies zu höheren Kosten für die Industrie und in der Folge zu einem "Exodus" von Chemiefirmen aus dem Vereinigten Königreich führen könnte.

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