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Erdgasförderung

Globale Projektkoordination unterstützt sicheren Anlauf der Ichthys-Produktion

| Redakteur: Jörg Kempf

Das Ichthys-Projekt von Inpex umfasst riesige Onshore-Verarbeitungsanlagen vor der Küste bei Darwin im Nordterritorium Australiens. Damit bei solch einem Mega-Projekt alles reibungslos funktioniert, sorgt Automatisierungstechnik von Hima für Sicherheit.

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Am 19. September 2015 fand in Südkorea der erfolgreiche Stapellauf der zentralen Verarbeitungsanlage des Ichthys-LNG-Projekts in der Werft Geoje von Samsung Heavy Industries statt, in der die Plattform gebaut wurde.
Am 19. September 2015 fand in Südkorea der erfolgreiche Stapellauf der zentralen Verarbeitungsanlage des Ichthys-LNG-Projekts in der Werft Geoje von Samsung Heavy Industries statt, in der die Plattform gebaut wurde.
( Bild: Inpex )

Brühl – Hima wurde für das Mammut-Projekt als Lieferant für die Schutzeinrichtungen (Safety Instrumented System /SIS) sowie das Brand- und Gasschutzsystem (Fire & Gas System/F&G) ausgewählt. „Doch unser Lieferumfang bei Ichthys betrifft nicht nur Safety-Systeme,“ so Hima-Projektleiter Dieter Specht. „Wir haben mehrere Jahre Arbeit investiert, um alle Schritte zu koordinieren, die für den erfolgreichen Produktionsbeginn und den sicheren Betrieb nötig sind. Dafür haben wir über Ländergrenzen und kulturelle Unterschiede hinweg mit mehreren Unternehmen zusammengearbeitet und mussten einen engen Zeitplan einhalten.“

Projekte dieser Größe und Komplexität erfordern die Kooperation aller Partner und Zulieferer auf globaler Ebene. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, arbeiten die Hima-Niederlassungen in Singapur, China (Shanghai) Südkorea (Geoje), Dubai (VAE), Australien (Perth) eng mit dem Firmensitz in Deutschland zusammen. Das Projektmanagement wird in Brühl koordiniert, während die laufenden Arbeiten mit den Projektzulieferern in Singapur stattfinden. Dort fanden außerdem die Funktionsprüfungen an den über 1200 Schaltschränken statt, die vom Leitsystemhersteller, Hima sowie den Projektpartnern geliefert wurden. Das Anfahren der Anlage ist für das dritte Quartal 2017 geplant. Dann sollen 8,9 Millionen Tonnen Erdgas jährlich produziert werden.

Die globale Koordination einerseits und die lokale Zusammenarbeit andererseits seien maßgeblich für den Erfolg, so Hima. Bei Ichthys arbeitet das Unternehmen eng mit den drei Auftragnehmern zur Beschaffung ingenieurtechnischer Leistungen und mit dem Lieferanten des Prozessleitsystems zusammen. Zwischenzeitlich nahmen alle fünf Unternehmen die Prüfung der 25.000 sicherheitsgerichteten Ein- und Ausgangssignale (E/As) vor. Daraus ergaben sich weitere Anforderungen, die normalerweise erst während der Inbetriebnahme erkannt worden wären. Dank dieser vorausschauenden Arbeitsweise konnten Plankorrekturen frühzeitig vorgenommen werden.

Bei der Projektabwicklung spielt nach eigenen Angaben Himas Know-how auf dem Gebiet der funktionalen Sicherheit eine entscheidende Rolle. Entwurf und Prüfung der Systeme finden auf der Grundlage der IEC 61511 statt. „Unsere Kunden schätzen unsere Expertise und unsere langjährige Erfahrung in der Koordination von Projekten jeglicher Größenordnung“, erläutert Specht.

Zum Leistungsumfang gehören die Emergency-Shutdown- (ESD), Fire and Gas- (F&G) sowie HIPPS-Systeme. Darüber hinaus auch das Cybersecurity- und Netzwerkmanagement für die entsprechende Hardware sowie Komponenten, beispielsweise für die Rauchmelder in den Unterkünften der Mitarbeiter auf den Plattformen. Insgesamt liefert Hima 430 Schaltschränke mit zugehörigen Schnittstellen Verbindungen.

Seit der Vergabe des Auftrags erhielt Hima vom Ichthys-Konsortialpartner Total den Auftrag für zwei weitere Großprojekte: Der Safety-Spezialist wurde als Lieferant für die sicherheitsgerichteten Anwendungen ausgewählt.

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