Coating zur Funktionalisierung von Partikeln - Anwendung der Wirbelschichttechnologie/ Strahlschichttechnologie

01.08.2012

  • Geschmacksmaskierung
  • Ästhetisches Aussehen
  • Aufbringen von Funktionsschichten (z. B. Magensaftresistenz, Feuchtigkeits- und Oxidationsschutzschichten) 

Coating ist das Beschichten oder Verkapseln (Encapsulation) von Partikeln mit dem Ziel, Oberflächeneigenschaften zu verändern. Das Coatingmaterial kann als Lösung, Suspension oder als Schmelze vorliegen. In jedem Fall wird die Flüssigkeit auf die Partikel aufgesprüht und verteilt sich darauf. Wichtig sind dabei eine geringe Viskosität der Flüssigkeit und kleine Tropfen, um eine gleichmäßige Verteilung sicherzustellen.
 



 

Beim Coating in der Wirbelschicht werden Partikel fluidisiert, die Coatingflüssigkeit aufgesprüht und abgetrocknet. Eine Überfeuchtung der Partikel ist unbedingt zu vermeiden, da sonst Agglomeration eintritt. Für viele Produkte ist dieses Verfahren ausreichend, auch wenn ein völliger Verschluss der Oberfläche große Mengen Coating bedeutet. Je nach gewünschtem Durchsatz ist der Einsatz von Batch- oder kontinuierlichen Anlagen sinnvoll.
Durch, im Vergleich zur Wirbelschicht, kürzere Verweilzeiten kann in der Strahlschicht gleichmäßiger gecoated werden. Die hohe Luftgeschwindigkeit im Spalt ermöglicht auch das Beschichten unregelmäßiger und schwerer Partikel, z. B. Katalysatorenringe.
Im Wurster-Prozess kann ein vollständiger Verschluss der Oberfläche mit geringem Einsatz von Coatingsubstanz erreicht werden. Dabei werden die Partikel in der Wirbelschicht kontrolliert an der Düse vorbeigeführt und im Wursterrohr von unten besprüht. Während die Partikel neben dem Wursterrohr nach unten wandern, trocknet diese Schicht und eine weitere Schicht kann aufgebracht werden. Durch die gute Kontrolle der Verweilzeit wird ein sehr gleichmäßiges Coating erreicht.