Suchen

Negativpreis Plagiarius Gesucht: Die dreistesten Fälschungen 2018

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Der Negativpreis Plagiarius, vergeben an skrupellose Fälschungen oder Plagiate, startet seine Bewerbungsrunde für die Verleihung 2018. Ein Ziel der Veranstalter ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die abschreckende Wirkung für Plagiatoren.

Firmen zum Thema

Der Negativpreis Plagiarius wird jährlich an Hersteller und Händler von Nachahmungen verliehen – und das bereits seit 1977.
Der Negativpreis Plagiarius wird jährlich an Hersteller und Händler von Nachahmungen verliehen – und das bereits seit 1977.
(Bild: Aktion Plagiarius)

Der Plagiarius-Wettbewerb, ausgerichtet von der Aktion Plagiarius e. V., findet bereits zum 42. Mal statt – seit 1977 wird der Negativpreis verliehen. Ab sofort haben Unternehmen, Designer und Erfinder die Möglichkeit, ihre Originale sowie die vermeintliche Nachahmungen einzureichen und somit den Verursacher als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen. Einsendeschluss ist der 30. November 2017, es gibt einen Frühbuchertarif für Anmeldungen bis zum 31. Oktober 2017.

Notwendig zur Einreichung

  • Das Originalprodukt (sofern die Verpackung nachgemacht wurde, in Originalverpackung)
  • Das vermeintliche Plagiat (inklusive Verpackung)
  • Das ausgefüllte Anmeldeformular (inklusive Unterschrift)
  • Korrespondenz mit dem Plagiator, sofern erfolgt
  • Kopien von eingetragenen gewerblichen Schutzrechten, falls angemeldet
  • Weitere Hintergrundinformationen, die der Jury behilflich sein könnten (kurz/präzise)

Veranstalter setzen auf abschreckende Wirkung

Vor der Wahl der dreistesten Fälschungen des Jahres werden die vermeintlichen Plagiatoren schriftlich auf ihre Nominierung hingewiesen und können zu den Anschuldigungen Stellung nehmen. Eventuelle Reaktionen fließen in die Bewertung ein.

Der Bekanntheitsgrad des „Plagiarius“, der seit mittlerweile 40 Jahren verliehen wird, hat über die Jahre hinweg regelmäßig seine abschreckende Wirkung gezeigt, betonen die Veranstalter. Alleine dadurch habe sich die Teilnahme am Wettbewerb für viele Betroffene als erfolgreich erwiesen. Die Angst vor öffentlicher Bloßstellung habe schon so manchen Plagiator dazu gebracht, eine Einigung mit dem Originalhersteller zu suchen und etwa Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder Lieferanten preiszugeben.

Außerdem setzen, so argumentiert der Verein, die teilnehmenden Firmen und Designer ein klares Signal nach außen, dass sie sich gegen plumpe Nachahmungen wehren und die Plagiatoren konsequent zur Rechenschaft ziehen. Praxisbeispiele von Produkt- und Markenpiraterie seien wichtig für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Konsumenten.

„Siegerehrung“ auf der Ambiente 2018

Die Preisverleihung findet am 9. Februar 2018 auf der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente statt. Dort werden alle eingereichten Originale und Plagiate im Foyer 5.1 6.1 zu bewundern sein. Anschließend werden die Preisträger-Produkte unter anderem im Museum Plagiarius in Solingen sowie bei weltweiten Wanderausstellungen präsentiert.

Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen. Das Anmeldeformular sowie die Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.plagiarius.com

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44929880)