Unternehmensführung Gestalten statt abmagern ist oberstes Ziel beim Lean Development

Autor / Redakteur: Thomas Huber und Christoph Roth / Peter Steinmüller

Kein anderer Prozess ist so unmittelbar mit dem Unternehmenserfolg verbunden wie der Produktlebenszyklus. Lean Development sorgt schon bei der Entstehung des Produkts dafür, dass es später den veränderten Nutzen- und Wertvorstellungen der Kunden entspricht.

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Die durchgängige Gestaltung einer leistungsfähigen Produktentstehung in allen Phasen des Produktlebenszyklus ist das erklärte Ziel von Lean Development. Bild: MM-Archiv
Die durchgängige Gestaltung einer leistungsfähigen Produktentstehung in allen Phasen des Produktlebenszyklus ist das erklärte Ziel von Lean Development. Bild: MM-Archiv
( Archiv: Vogel Business Media )

Nutzen und Wert sind die beiden wichtigsten Parameter für die Kaufentscheidung eines Kunden und bestimmen den bei ihm durchsetzbaren Preis. Nutzenperspektiven aber sind enorm komplex und die Ermittlung eines Wertes ist kaum vollständig zu leisten. Zusätzlich erschwerend wirkt eine plötzliche Verschiebung der Wertmaßstäbe, wie sie uns die aktuelle Wirtschaftskrise vor Augen führt: Eigenschaften, die gestern noch produktdifferenzierend waren, werden heute als überflüssig betrachtet.

Erkenntnisse aus der Krise

Welche Herausforderungen verbergen sich hinter diesen sich so rasch verändernden Randbedingungen für die Unternehmen? Ein Hinweis ergibt sich durch die nähere Kategorisierung des Kundennutzens in zwei grundsätzliche Arten: den Primärnutzen, der mindestens unabhängig von den verschiedenen Käufern ist, und einen Sekundärnutzen. Unternehmen, die nur über verkauften Sekundärnutzen Kostendeckung erreichen, sind in der Krise besonders gefährdet. Denn es ist der Sekundärnutzen, der durch die krisenbedingte Wertverschiebung häufig zuerst niedriger priorisiert wird. Als Erkenntnis aus der Krise lassen sich deshalb für Unternehmen zwei Anforderungen formulieren:

  • Nachhaltiges Wirtschaften erfordert die Gestaltung eines Produktportfolios, das neben margenstarken Produkten einen ausgewogenen Anteil von auf Primärnutzen fokussierten Produkten enthält, die unempfindlicher gegenüber Wertverschiebungen sind.

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