Studie Petrochemie Geschäftsbedingungen haben sich in vielen Segmenten dauerhaft geändert

Redakteur: Marion Henig

Intelligentes Handeln in der Krise: Im Bericht „Smart reactions in a crisis“ analysiert die Chemicals Practice des global tätigen Beratungsunternehmens Arthur D. Little die Auswirkungen der Kreditkrise auf die längerfristigen Wachstumspläne der Chemiebranche.

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Düsseldorf – Die Petrochemiebranche durchlebte zwischen 2000 und 2008 einen unverhältnismäßig hohen Preisanstieg durch höhere Energie- und Rohstoffkosten. Begünstigt durch die Verfügbarkeit billiger Kredite kauften die Endkunden in dieser Zeit weiterhin hochpreisige Chemikalien. Als die Kredite jedoch nicht mehr verfügbar waren, hatten die schlechteren Bilanzen der Kunden zur Folge, dass sowohl die Mengen als auch die Preise durchweg nachgaben. Auf Basis der aktuellen Preise und Mengen erwartet Arthur D. Little, dass diese „Preisblase“ innerhalb der Chemiebranche bis zum Jahr 2012 vollständig korrigiert sein und ein erneutes Wachstum bereits im Verlauf des nächsten Jahres beginnen wird.

Anhand von drei branchenspezifischen Fallstudien zeigt Arthur D. Little auf, dass Chemieunternehmen sich der Tatsache sehr bewusst sein müssen, dass die Rezession ihren Kundenstamm dauerhaft verändert hat. Daher empfiehlt es sich für Chemieunternehmen, jeden Teil ihres Geschäfts auf Basis seines prognostizierten Beitrags zum gesamten langfristigen Wachstum zu überprüfen. Dabei gilt es, eine quantifizierbare Prognose zu erstellen, welche Elemente eines Portfolios langfristig beeinträchtigt wurden und für welche Bestandteile der Nachfragerückgang nur vorübergehender Natur ist.

Edouard Croufer, Global Chemicals Practice Leader bei Arthur D. Little, über die Ergebnisse: „Obwohl durchgängige Kostensenkungsmaßnahmen manchmal angebracht sind, sollten sich die Führungskräfte der meisten Chemieunternehmen auf Kostensenkungen in den Einheiten konzentrieren, die mit langfristigen Rückgängen zu rechnen haben. Den weniger beeinträchtigten Geschäftseinheiten sollten sie ermöglichen, vom kommenden Aufschwung zu profitieren.“

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