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Energiewende gestalten statt verwalten Gemeinsame Erklärung von VCI, IG BCE und BAVC zur Energiewende

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Verband der Chemischen Industrie, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie und der Bundesarbeitgeberverband Chemie haben in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin appelliert, die Energiewende kosteneffizient und sozial gerecht zu gestalten.

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Innovationen aus der Chemie sind Grundstein für die Energiewende. Beispiel Windrotoren: Seit 1980 hat sich ihr Durchmesser, also die zweifache Blattlänge, im Zehnjahresrhythmus verdoppelt. Hierzu haben Werkstoffe aus der Chemie einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Innovationen aus der Chemie sind Grundstein für die Energiewende. Beispiel Windrotoren: Seit 1980 hat sich ihr Durchmesser, also die zweifache Blattlänge, im Zehnjahresrhythmus verdoppelt. Hierzu haben Werkstoffe aus der Chemie einen wesentlichen Beitrag geleistet.
(Bild: VCI)

Frankfurt a.M. – In einer gemeinsamen Erklärung betonen die Chemie-Organisationen VCI, IG BCE und BAVC den hohen Stellenwert von Energie für die deutsche Wirtschaft und besonders für die chemische Industrie: Auf dem Weg zu einer stärkeren Versorgung mit erneuerbaren Energien dürften Privatverbraucher und Industrie nicht überlastet werden.

In dem Positionspapier, das die Unterschriften des Gewerkschaftsvorsitzenden Michael Vassiliadis sowie der beiden Verbandspräsidenten Klaus Engel (VCI) und Eggert Voscherau (BAVC) trägt, formuliert die Branche mehrere Aufgaben für das Pflichtenheft der Politik: Energieintensive Industriezweige wie die Chemie seien auch in Zukunft auf eine bezahlbare und zuverlässige Versorgung mit Grundlaststrom angewiesen.

Wettbewerbsfähigkeit muss trotz Energiewende erhalten bleiben

Der Umbau der Energieversorgung dürfe nicht zu weiteren Wettbewerbsnachteilen für die chemische Industrie führen. Vor allem dürfe die Industrie nicht noch stärker belastet werden. Die Entlastungsregelungen – zum Beispiel im EEG und der Energiesteuer – seien existentiell für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Laut den Organisationen fehlen noch immer konkrete Antworten auf zentrale Fragen der Energiewende. Das werde besonders beim Thema Versorgungssicherheit deutlich: Für den dringend nötigen Ausbau von Netzen und Kraftwerken fehle häufig noch die gesellschaftliche Akzeptanz. Die Organisationen forderten zudem regelmäßige Standortbestimmungen für die Energiewende, die auch Kurskorrekturen ermöglichen müssten.

Schlüsselrolle für das Megaprojekt Energiewende

VCI, IG BCE und BAVC weisen in der Erklärung auf die Schlüsselrolle der chemischen Industrie für das Megaprojekt Energiewende hin: Die Chemie habe eine lange Tradition, ihre eigene Energieeffizienz zu optimieren. Dadurch habe die Branche ihren Energieverbrauch von 1990 bis 2010 um 20 Prozent gesenkt, gleichzeitig wuchs die Produktion um 58 Prozent. Hinzu kommt: Mit ihren Produkten trage die chemische Industrie zu Energieeffizienz und -einsparung in allen Bereichen der Gesellschaft bei.

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