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Burn-out

Gelassenheit und Zuversicht müssen zu neuen Kernkompetenzen werden

| Redakteur: Jürgen Schreier

Von der inneren Ruhe und Gelassenheit dieses Mönchs können viele Beschäftigte nur träumen. Die Folge ist oft ein Burn-out. (Bild: MM-Archiv)
Von der inneren Ruhe und Gelassenheit dieses Mönchs können viele Beschäftigte nur träumen. Die Folge ist oft ein Burn-out. (Bild: MM-Archiv)

„Alles wird mir zuviel. Ich schaffe das nicht mehr.“ Dieses Gefühl plagt immer mehr Berufstätige. Weniger aufgrund der Arbeitsmenge, sondern weil sie ihr Job zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert, für deren Lösung sie noch keine Routinen entwickelt haben. Deshalb bedarf einer großen mentale Kraftanstrengung kostet es, sie zu meistern. Darauf muss das betriebliche Gesundheitswesen reagieren.

„Besuchen Sie ein Zeitmanagementseminar.“ Diesen Tipp erhielten Mitarbeiter in den vergangenen zwei Jahrzehnten oft von Führungskräften, wenn sie klagten: „Mir wird alles zu viel; ich schaffe es nicht mehr.“ Das taten denn auch Heerscharen von Mitarbeitern, und Zeit- und Selbstmanagementseminare entwickelten sich zu einem Standardangebot im Weiterbildungsprogramm der Unternehmen. Dort lernten die Mitarbeiter, sich Ziele zu setzen, „wichtige“ von „dringlichen“ Aufgaben zu unter-scheiden und in ihrem Arbeitsalltag Prioritäten zu setzen – „was bei vielen Mitarbeitern auch tatsächlich zu einer Entlastung führte“, wie Julia Voss berichtet.

Wandel der Arbeitsformen als mentale Belastung

Kein Zufall ist jedoch für die Geschäftsführerin des Hamburger Trainingsunternehmens Voss + Partner, dass der Boom der Zeitmanagement-Seminare just begann, als vor circa 20 Jahren viele Unternehmen die Arbeitsabläufe in ihrer Organisation neu strukturierten – auch als Folge der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik.

Erledigte zuvor vereinfacht formuliert jeder Mitarbeiter schlicht die in seiner Stellenbeschreibung definierten Aufgaben, so war nun plötzlich Team- und Projektarbeit angesagt. Und die Kollegen – auch in den anderen Bereichen? Sie sollten fortan als firmeninterne „Kunden“ gesehen werden gegenüber deren Wünschen man sich nicht mehr mit einer Bemerkung wie „Ich habe keine Zeit“ oder „Das gehört nicht zu meinem Job“ oder „Halten Sie den Dienstweg ein“ verschließen kann.

Dadurch erhöhte sich nicht nur die Arbeitsbelastung. „Für viele Mitarbeiter war es auch eine erhebliche mentale Umstellung, sich auf diese neue Arbeitsform einzustellen“, erklärt Rainer Flake, Geschäftsführer der WSFB-Beratergruppe Wiesbaden.

Neue Medien haben die Arbeitswelt stark verändert

Blickt man heute auf die damalige Situation in den Betrieben zurück, dann denkt sich manch leicht ergrauter Arbeitnehmer: Was war das damals für eine schöne, geruhsame Zeit. Zwar standen in den meisten Büros bereits PC.

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