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Gea unterstützt Albermale bei einem Lithium-Förderungsprojekt in Australien

| Redakteur: Kristin Breunig

Der Dry Master CF 8000 von Gea wird in Albermarle/Australien zum Einsatz kommen.
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Der Dry Master CF 8000 von Gea wird in Albermarle/Australien zum Einsatz kommen. (Bild: Gea)

Zum ersten Mal belässt Australien alle Prozessschritte eines Lithium-Förderungsprojekts im eigenen Land. In diesem Rahmen erhielt Gea im Dezember 2018 einen Auftrag über rund 20 Millionen Euro.

Düsseldorf – Vom Erzabbau über die Trennung bis zur Raffinerie sollen alle Prozessschritte in Australien stattfinden. Gea unterstützt Albermale und erhielt einen Auftrag zur Lieferung von Sieb- und Schubzentrifugen, Schälzentrifugen und Dekanterzentrifugen­anlagen zur Behandlung von Lithiumderivaten in verschiedenen Prozessstufen. Der Auftragswert für Gea liegt bei rund 20 Millionen Euro.

Insbesondere für die mechanische Trennung der Sedimentation sind Zentrifugen ein wichtiger Bestandteil im gesamten Prozessablauf. Geas Expertise umfasst die Separation von Verunreinigungen durch Zentrifugalabscheider für Feststoffe und Flüssigkeiten sowie Techniken zur Konzentration, Reinigung und Wirbelschichttrocknung von Lithiumsalz­verbindungen. Diese Verbindungen werden mit anderen Substanzen vermischt und weiterverarbeitet. Laut eigenen Angaben sei Gea weltweit führend in der Sprühtrocknung dieser hochmodernen Materialien zu Batteriepulver für die Herstellung von Lithium-Batterien und bietet darüber hinaus einen umfassenden Service.

Das neue Werk in Albemarle soll im Kemerton Strategic Industrial Area (KSIA), 17 Kilometer nordöstlich von Bunbury in Westaustralien, errichtet werden. In drei unabhängigen Zügen wird die Freiland-hydromet-Anlage 60 000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr produzieren.

Die Nachfrage nach Lithium in Reinform und Lithium-Ableitungen („Derivate“) steigt weltweit stetig an. Gründe hierfür sind die einzigartigen Eigenschaften von Lithium, ein leichtes, biegsames Element mit der Fähigkeit, große Mengen an Energien zu speichern. In Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos, Smartphones aber auch in anderen Anwendungen außerhalb der Energiespeicherung wie Pharmazeutika, Schmierstoffe, Gläser und Keramiken, Gummi, Fotoentwickler und bei der Herstellung von Boraten (Salze oder Ester der Borsäuren) sind Lithium und Lithiumhydroxid nicht wegzudenken. Die Gewinnung dieses Rohstoffs und seine Weiterverarbeitung in verschiedenen Prozessstufen durch kompetente Partner und die partnerschaftliche Zusammenarbeit werden daher immer wichtiger und sichern die Wertschöpfungskette für diese Produkte in Australien.

Auch wenn Lithium durch die Batterien-Technologie bekannt ist, so kann das Element doch viel mehr. Der größte Teil des Lithiumhydroxids wird für die Herstellung von Lithiumstearaten benötigt, die wichtige Schmierfette für Autos oder Flugzeuge sind. Weiterhin wird es aufgrund seiner Kohlenstoffdioxid-bindenden Wirkung als Luftreiniger eingesetzt. Dies spielt vor allem in der Raumfahrt, auf U-Booten und bei Pendelatem-Tauchgeräten („Rebreather“) eine Rolle. Lithiumhydroxid kann Zement zugesetzt werden und ist dabei in der Lage, die Alkali-Kieselsäure-Reaktion zu unterdrücken. Weiterhin ist Lithiumhydroxid ein möglicher Zusatzstoff in Nickel-Eisen-Akkus. In Druckwasserreaktoren wird Lithiumhydroxid dem Primärkreislauf zugesetzt, um Borsäure zu neutralisieren und einen pH-Wert von etwa 7,2 zu erreichen.

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