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Homonproduktion in Russland

Gea profitiert vom Wachstum des russischen Pharmamarktes

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Phil Gabb (GEA) und Vikram Punia (Pharmasyntez) bei der Unterzeichnung des Vertrages
Phil Gabb (GEA) und Vikram Punia (Pharmasyntez) bei der Unterzeichnung des Vertrages (Bild: Gea)

Das russische Programm Pharma 2020 kommt auch den Pharmazulieferen zu Gute. Gea sitzt bei dem russische Arzneimittelhersteller JSC Pharmasyntez fest im Sattel und profitiert von den Wachstumsplänen des CEO. Demnächst gehen drei Produktionslinien für hochaktive Hormonwirkstoffe in eine der größten Produktionsstätten Europas.

Düsseldorf - Der russische Pharmamarkt wächst rasant. Getrieben durch die Förderpolitik der russischen Regierung, entstehen neue Pharmaproduktionen, von denen auch die Zulieferbranche profitiert. Besonders stark expandiert momentan der russische Arzneimittelhersteller JSC Pharmasyntez. Das gehört eigenen Angaben zufolge zu den Top 3 des russischen Pharmamarktes und Firmenchef Vikram Punia hat ehrgeizige Wachstumspläne. Gerade hat er einen Großauftrag mit Gea abgeschlossen, bei dem es um die Lieferung von drei Produktionslinien für hochaktive Hormontabletten geht. Das geht aus einer Pressemeldung hervor, die das Unternehmen im Nachgang der Achema veröffentlicht hat.

Mehr als eine Milliarde Tabletten jährlich

Mit einer geplanten Produktionskapazität von mehr als einer Milliarde Tabletten pro Jahr profitiere die neue Anlage von modernster Fertigungstechnologie aus dem Batch- und Continuous-Portfolio der Gea, heißt es in der Meldung. Geliefert werden Eintopf-Verarbeitungslösungen - mit Features wie Mikrowellentrocknung und Schwenktrommelfunktion, welche die Trocknungszeiten reduzieren sowie Wash-Offline-Rundlauftablettenpressen, Materialhandlingsysteme und MC Buck Split-Ventil-Technologie.

Phil Gabb, Head of Solid Dosage Sales Support bei Gea arbeitet bei dem Auftrag eng mit Solidpharma zusammen, die Gea in Russland vertritt. Pharmasyntez gilt als Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von antituberkulären, antineoplastischen, antiretroviralen Medikamenten und Krankenhausantibiotika Das Unternehmen entwickelt und vertreibt rund 115 Produkte, die Darreichungsformen wie Tabletten, Kapseln, Granulate, Infusionslösungen, sterile Pulver und Injektionsmittel umfasst.

Wenn es um die Herstellung von hormonellen Arzneimitteln gehe, gebe es viele kritische Punkte zu beachten, wie zum Beispiel Bedienersicherheit, Dosierung, Kreuzkontamination, etc. Gea habe dee besten Qualitätslösungen für all das geboten. „Wir wissen, dass zuverlässige Lösungen erhebliche Investitionen erfordern, aber wenn es um die Pharmaindustrie geht, steht die Qualität an erster Stelle, weshalb wir uns für GEA entschieden haben", betont der CEO in der gemeinsamen Pressererklärung.

Russisches Programm Pharma 2020

Die russische Pharmaindustrie hat in den letzten sieben Jahren, seit der Einführung des Programms Pharma 2020, einen langen Weg zurückgelegt. Fast fünf Milliarden Dollar wurden in die Pharmaindustrie investiert, mehr als 30 neue Produktionsstätten wurden gebaut und mittlerweile werden mehr als 80 Prozent der in Russland verwendeten lebensrettenden Medikamente in Russland hergestellt."

Heute werden mehr als 90 Prozent der im Land verwendeten Hormone importiert. Pharmasyntez, unterstützt vom Handelsministerium und dem Institut für Endokrinologie, hat beschlossen, dies zu ändern. So hat Pharmasyntez mehr als 50 Millionen Euro in den Bau einer modernen, „Good Manufacturing Practice“ (GMP)-konformen Hormonanlage investiert. Die neue Anlage werde eine der größten Produktionsstätten für Hormone in Europa sein, erklärt Vikram Punia.

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