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GDCh veranstaltet Symposium zur Rolle der Chemie bei der Lösung globaler Probleme

| Redakteur: Alexander Stark

Das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ findet am 19. September im Eurogress Aachen statt.
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Das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ findet am 19. September im Eurogress Aachen statt. (Bild: GDCH)

Am 19. September veranstaltet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) das Symposium „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ im Eurogress Aachen. Dort werden Experten über die Möglichkeiten der Chemie bei der Lösung globaler Probleme diskutieren.

Aachen – Das Leitmotiv der Satellitenveranstaltung zum GDCh-Wissenschaftsforum Chemie 2019 steht unter dem Motto „Wissen und Nichtwissen“. Gemeinsam mit dem Plenum sollen hochrangige Persönlichkeiten aus Forschung, Wirtschaft und Wissenschaftskommunikation diskutieren, wie die Chemie ein wichtiger und verantwortungsbewusster Partner bei der Gestaltung der Zukunft sein kann.

„Wissen“ gilt als eine der wichtigsten Ressourcen des 21. Jahrhunderts, spielt aber in der öffentlichen Meinungsbildung oft nicht die entscheidende Rolle. „Fake News“ dagegen erreichen häufig eine hohe Verbreitung und nehmen Einfluss beispielsweise bei der Bewertung von Gesundheitsrisiken. Wie kann sich aber „Wissen“ gegen „Nichtwissen“ behaupten? Welche Werte entscheidend sind und welche Verantwortung die Chemie dabei trägt, steht im Fokus der Veranstaltung und wird anhand der vier Schwerpunkte Transformation, Kreativität, Organisation und Kompetenz thematisiert werden.

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Transformation: Wie funktioniert die Vermittlung von Wissen, wie erhebt die Wissenschaft heutzutage am besten ihre Stimme, um zu zeigen, dass der Prozess des Forschens und Erkennens ein Teil der Gesellschaft ist? Welche Rolle spielen die alten und die neuen Medien, wenn es darum geht, die Gesellschaft nicht zu verlieren?

Kreativität: Kann in einem von Zeit- und Finanzierungsdruck sowie von hohen gesellschaftlichen Erwartungen geprägten Umfeld das Verlassen ausgetretener Forschungspfade überhaupt noch gelingen? Welche persönlichen und gesellschaftlichen Faktoren sind nötig, damit das „Versprechen des Neuen“ noch eingelöst werden kann? Wie kreativ ist die Chemie im 21. Jahrhundert?

Organisation: Welche Hochschullandschaft sichert zukünftig Werte wie gute wissenschaftliche Praxis, herausragende Forschungsleistungen und individuelle Entfaltung? Welche Kultur lässt Wissen gedeihen und wie bewerten wir den Erfolg unserer Bemühungen? Braucht die nächste Generation mehr Platz für die Gestaltung eigener Organisationsformen?

Kompetenz: Kompetenz ist nötig, um basierend auf verfügbarem Wissen zu fundierten Urteilen und Entscheidungen zu kommen. Aber was ist eigentlich Kompetenz und wie wird sie in der Gesellschaft wahrgenommen? Wer erklärt vorhandenes Wissen an der Schnittstelle gegenseitiger Interessen und welche Rolle spielt dabei die Wissenschaft, insbesondere die Chemie?

Das „Experiment Zukunft“ wolle nicht nur informieren, sondern zu einem gesellschaftlichen Wandel beitragen, teilte der GDCh mit. Aus diesem Grund werden am Vormittag der Veranstaltung Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Wissenschaftskommunikation ihre Positionen in Impulsvorträgen präsentieren. Am Nachmittag finden Workshops (Fishbowl-Diskussion, Unterhausdebatte, World Café) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den einzelnen Schwerpunkten statt. In einem gemeinsamen abschließenden Resümee berichten „Reporter“ aus den Workshops, sprechen Handlungsempfehlungen aus und diskutieren die Ergebnisse mit GDCh-Präsident Dr. Matthias Urmann.

Das „Experiment Zukunft – Wertedenken in der Chemie“ findet nach der Premiere im Berliner Spreespeicher 2017 zum zweiten Mal statt. Bis zu 200 Interessierte können an der kostenfreien Veranstaltung am 19. September im Eurogress Aachen teilnehmen.

Weitere Informationen zum Programm und der Anmeldung.

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