Foundation fieldbus Gateway ermöglicht Foundation fieldbus-Einbindung in Bestandsanlagen

Autor / Redakteur: Dipl.-Inform. Georg Süss / Dr. Jörg Kempf

Sie wollen Ihre bestehende Anlage durch moderne und hoch funktionale Segmente erneuern und erweitern, ohne die Hauptinstallation umfangreich verändern zu müssen? Lesen Sie, wie Anlagenbetreiber durch den Einsatz moderner Technologie die Produktionskapazität kostengünstig und investitionssicher erhöhen und gleichzeitig die realisierbare Laufzeit der betroffenen Installation optimal auszunutzen können. Ein neues Gateway zur Foundation fieldbus-Einbindung macht’s möglich.

Firmen zum Thema

Das Schnittstellenmodul FIM-110 FF zur Foundation-Fieldbus-Integration kann auch in einer explosionsgefährdeten Umgebung eingesetzt werden.
Das Schnittstellenmodul FIM-110 FF zur Foundation-Fieldbus-Integration kann auch in einer explosionsgefährdeten Umgebung eingesetzt werden.
(Bild: Softing)

Verfahrentechnische Anlagen in der Prozessindustrie steuern häufig komplexe Prozesse mit mehreren Tausend Messpunkten. Die darin eingesetzten Steuerungen und Feldgeräte sowie die Installations- und Inbetriebnahmeaufwände summieren sich deshalb oft zu einer hohen Investitionssumme. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Anlagen üblicherweise über einen langen Zeitraum hinweg eingesetzt und nicht in kurzen Abständen durch neue Anlagen ersetzt werden. Entsprechend sind in der Zwischenzeit viele verfahrenstechnische Anlagen in die Jahre gekommen und verwenden noch Kommunikationsprotokolle, die Prozessdaten auf einer analogen Basis zur Verfügung stellen.

Natürlich altern diese Bestandsanlagen mit ihren Komponenten und müssen deshalb auch gewartet werden. Allerdings ist die Erneuerung existierender Automatisierungstechnik oder die Erweiterung einer verfahrenstechnischen Anlage wegen des häufig fortgeschrittenen Alters der eingesetzten Geräte und weiterer Bestandteile oft nicht einfach: So ist es z.B. möglich, dass einzelne, in einer aktuellen Anlage installierte Komponenten in der Zwischenzeit abgekündigt wurden und deshalb nicht mehr zur Verfügung stehen. Und selbst wenn die benötigten Geräte noch lieferbar sind, können die Beschaffungskosten dafür sehr hoch sein, weil die zugrunde liegende Technologie in der Zwischenzeit keinen Massenmarkt mehr bedient.

Bildergalerie

Gleichzeitig scheidet aber in der Regel auch die Errichtung einer komplett neuen Anlage wegen der damit verbundenen längeren Unterbrechung des Produktionsprozesses aus, da dies in der Verfahrenstechnik mit erheblichen Mehrkosten zu Buche schlägt. Bei größeren Anlagen werden daraus schnell Millionenbeträge. Weil in diesem Fall auch die Steuerungen zusammen mit den zugehörigen Feldgeräten und der notwendigen Verkabelung ersetzt werden müssten, rechtfertigen die damit verbundenen hohen Investitionskosten diesen Lösungsansatz ebenfalls nicht.

Feldbusintegration über Gateway

Einen Weg aus dieser Zwickmühle bietet die Verwendung des Feldbusses Foundation fieldbus (FF) für die Erneuerung einzelner Anlagenteile oder für die Erweiterung mit neuen Komponenten. Hier können die Vorteile dieses Feldbusses ebenfalls für die neu realisierten Bereiche von betagten Anlagen genutzt werden.

Diese Vorteile umfassen etwa eine höhere Datengenauigkeit sowie eine gesteigerte Ausfallsicherheit durch Digitaltechnik, eine höhere Anlagenverfügbarkeit durch präventive Wartungsmaßnahmen auf der Basis verfügbarer Diagnoseinformationen, eine leichte Erweiterbarkeit, niedrigere Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus, eine verbesserte Reproduzierbarkeit einzelner Verfahren oder einen geringeren Installations- und Verkabelungsaufwand durch eine Montage im Feld, nahe an den einzelnen Prozesspunkten.

(ID:34530600)