Rohstoffpreise im Januar 2012 Gaspreise in Europa ziehen an

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Abweichend vom amerikanischen Referenzwert erwartet die IKB Deutsche Industriebank anziehende Gaspreise auf den europäischen Märkten. Durch die Konflikte in den arabischen Ländern erreichte auch der Rohölpreis in den ersten Januartagen seinen höchsten Stand seit Mitte November.

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Die Schrottpreise zogen zum Jahresende noch einmal an.
Die Schrottpreise zogen zum Jahresende noch einmal an.
(Quelle: EUWID/ Grafik: IKB)

Düsseldorf – Die Rohölpreise gingen im Dezember wieder leicht zurück, blieben aber in den letzten Monaten insgesamt weitgehend stabil. Die Risiken in der Rohstoffversorgung, wie beispielsweise die Konflikte in Syrien, vor allem aber die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, lassen einen eher steigenden Ölpreis erwarten. So konnte der Brentölpreis in den ersten Januartagen auf den höchsten Stand seit Mitte November zulegen. Die sich weltweit abschwächende Konjunktur und die europäische Schuldenkrise sprechen dagegen für eine reduzierte Nachfrage und setzen den Preis tendenziell unter Druck. Für den Rohölpreis wird im ersten Quartal 2011 ein Wert von 110 US-Dollar je Barrel Brent in einer Bandbreite von 15 US-Dollar erwartet. Für die europäischen Märkte werden von der IKB anziehende Gaspreise, die sich von dem amerikanischen Referenzwert kräftig abkoppeln, vorausgesagt. Die europäische Schuldenkrise und die Sorge um die Weltwirtschaft halten den Wechselkurs des US-Dollar zum Euro weiterhin unter Druck. Für das erste Quartal 2012 erwartet die IKB eine Bewegung des Wechselkurses zwischen 1,25 und 1,35 US-Dollar je Euro.

* Weitere Grafiken für Stahl-, Gas-, Öl-, Aluminium- und Kupferpreise, sowie Lagerbestände der genannten Rohstoffe können den Bildern in der Bildergalerie entnommen werden.

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