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Vibratoren

Für jede Anwendung die richtige Frequenz

| Autor / Redakteur: Adrian Grüninger* / Sabine Mühlenkamp

Jährlich produziert Findeva mehr als 40 000 Vibratoren in unterschiedlichen Größen und Modellen.
Jährlich produziert Findeva mehr als 40 000 Vibratoren in unterschiedlichen Größen und Modellen. (Bild: Findeva)

Vibratoren sind immer dabei, unabhängig davon, ob Beton aus dem Silo, Mehl in die Teigmaschine oder Schräubchen in den Beschickungsautomaten gefördert werden. Und Vibration ist nicht gleich Vibration – je nach Anwendung kommen unterschiedlichste Frequenzen zum Einsatz.

Sie arbeiten unermüdlich, gelten als äußerst robust und leisten meist viele Jahre unauffällig in den unterschiedlichen Maschinen und Anlagen in verschiedensten Branchen ihren Dienst. Die Rede ist von Vibratoren, die fast so variantenreich wie ihre Anwendungen sind. So arbeiten sie entweder druckluftbetrieben oder elektrisch.

Meist bietet Druckluft entscheidende Vorteile wie ein ausgezeichnetes Leistungs-/Gewichtsverhältnis, eine einfache Konstruktion und es besteht keine Explosionsgefahr. Auch Ausführungen für die Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie sind erhältlich. Für den langjährigen Einsatz ist die Konstruktion des Vibrators entscheidend. Hochwertige Aluminium-Gehäuse, aufwändige Oberflächenbearbeitungen und Korrosionsbeständigkeit garantieren eine lange Lebensdauer. Dazu trägt auch der einfache Aufbau der Vibratoren mit wenigen beweglichen Teilen bei. Findeva-Vibratoren sind so ausgelegt, dass sie schnell ein- und wieder ausgebaut werden können. Wird zudem auf geringen Luftverbrauch, Robustheit und einfach zu reinigende Oberflächen geachtet, kann der Anwender damit rechnen, dass der Vibrator lange im Einsatz ist.

Allerdings: Der Vibrator kann noch so perfekt sein, wenn er nicht auf seinen Einsatzbereich abgestimmt ist, nützt alles nichts. So bietet Findeva beispielsweise über 70 Modelle an, die optimal auf alle Anwendungen in praktisch jeder Umgebung angepasst werden. In jedem Fall ist eine Beratung durch den Hersteller oder dessen Wiederverkäufer empfehlenswert. Wie die unterschiedlichsten Vibrationsprinzipien angewendet werden, zeigen die nachfolgenden Beispiele:

  • Ungerichtete Kreisschwingungen, hochfrequent mit kleiner Amplitude: Wichtigste Anwendungsbereiche für diesen Vibratortyp sind Bunkerentleerungen, Siebfilter, Vibrationstische oder Anhaft-Verhinderung in Rohrleitungen und Silos. Auch zum Fördern von Gütern, Kleinpartikeln und Pulvern, Trennen verschieden großer Güter auf Sieben oder Verdichten von Kunststoff und Beton in Mulden sind sie bestens geeignet. Das Funktionsprinzip ist die Vibration durch eine rotierende Rolle in Stahlführungen oder die Vibration mit großem exzentrischem Moment durch die Unwucht eines geteilten Rotors aus Aluminium und Messing.
  • Lineare Schwingungen, niederfrequent mit großer Amplitude: Dieses Prinzip kommt vor allem beim Antrieb von Förder- und Abzugsrinnen, beim Lockern und Verdichten von Schüttgütern sowie zum Anregen von mechanischen Prozessen an Einfüllvorrichtungen zum Einsatz. Hierbei wird die Vibration durch einen Kolben erzeugt, der durch Druckluft hin- und her bewegt wird. Dieser Kolben kann auch ein freiliegender sein, dessen sich verjüngendes Ende aus dem Kolben austritt.
  • Hammerschläge mit unterschiedlicher Schlagfrequenz und großem Kraftbereich: Diese Frequenz benötigt man für das Abklopfen von anhaftendem Material an Behälterwandungen, zum Beispiel in Silos, Trichtern, Filterausläufen, Reaktoren oder Rohrleitungen.

Eine gelungene Sortimentserweiterung gelang mit dem Start der neuen Findeva Klopfer „FKL in“ für Silos, Trichter, Reaktoren, Rohrleitungen usw. Bei der neuen FKL-Baureihe wird der Kolben mit Druckluft gegen eine Feder gedrückt. Bei schneller Entlüftung schießt der Kolben gegen die Prallplatte. Kraft, Intervall- und Einzelschlag-Modus sind einstellbar. Im Einzelschlag-Modus wird die Schlagkraft über den Druck der Zuluft eingestellt. Im Intervallschlag-Modus wird die Schlagkraft durch die Wahl einer der drei seitlichen Bohrungen des Lufteintritts definiert, das Intervall wird über die Drossel reguliert. Die Hochfrequenz-Klopfer FPK schaffen bis 4600 Schläge pro Minute bei 195 bis max. 56 350 N, während die neue Baureihe FKL mit max. zehn Schlägen von 1 bis 280 Nm und 0,1 bis 80,5 Ns aufwartet. Schlagkraft und Impuls sind regelbar, ebenso gibt es einen Einzel- oder Intervallschlag-Modus. 

* Der Autor ist Leiter Presse bei Findeva, Oerlingen/Schweiz.

Ergänzendes zum Thema
 
Hohe Betriebssicherheit

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