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Impfstoffproduktion Teil 4 Für die Auftragshersteller brechen goldene Zeiten an

Autor: Anke Geipel-Kern

Noch nie wurden in kurzer Zeit so komplexe Produktionsketten aus dem Boden gestampft, wie zur Herstellung des Covid-19-Impfstoffes. Die große Stunde der Auftragshersteller hat geschlagen. Doch jetzt scheinen die Spezialisten an ihre Grenzen zu stoßen. Wir sind auf Spurensuche gegangen.

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Wacker betreibt in Amsterdam eine Biopharmaproduktion.
Wacker betreibt in Amsterdam eine Biopharmaproduktion.
(Bild: Wacker)

Eins muss man den Verantwortlichen bei Bayer lassen: Ihr Gespür fürs Timing ist perfekt. Gerade als die Wogen wegen der fehlenden Impfstoffe so richtig hoch schlugen, platzierte der Konzern die Meldung, in die Impfstoffproduktion einsteigen zu wollen. Mit der Nachricht für den – übrigens noch gar nicht zugelassenen Curevac-Impfstoff eine Produktion in Wuppertal umrüsten zu wollen – schaffte Bayer-Vorstand Stefan Oelrich es in alle Schlagzeilen.

Die beiläufigen Bemerkungen vom Produktionsbeginn 2022 gingen dabei fast unter und auch die Tatsache, dass der Leverkusener Konzern zwar weiß, wie die Herstellung rekombinanter Proteine in der Zellkultur funktioniert, aber wenig bis gar keine Erfahrung in der Impfstoffproduktion hat und auch die Auftragsherstellung nicht unbedingt eine Kernkompetenz in Wuppertal ist. Jetzt ist der Umbau in vollem Gang und Bayer hofft, sich bereits Ende des Jahres einreihen zu können in die Gruppe der deutschen Impfstoffproduzenten.

Über den Autor

 Anke Geipel-Kern

Anke Geipel-Kern

Leitende Redakteurin PROCESS/Stellvertretende Chefredakteurin PharmaTEC, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik