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Big-Bag-Befüllen

Füllanlage für Instantkaffee – kompakt, aber mit vollständiger Nutzung des Big-Bag-Volumens

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Das in der Anlage integrierte selbsttätige Wiegesystem wird automatisch tariert; anschließend wird der Big Bag gravimetrisch kontrolliert im Grob-/Feinstrom befüllt. Mit im Fallrohr eingebauten Dosierklappen wird eine Füllgenauigkeit von <0,2 % des Füllgewichtes mit 250 bis 500 kg pro Big Bag bzw. Tote-Bin erreicht. Zur Füllung von Tote-Bins wird der Füllkopf mit Schnellverschlüssen gegen einen Füllstutzen mit Dichtplatte gewechselt. Metallische Fremdkörper werden über eine Magnetsuchspule detektiert.

Eine formstabile Füllung der Big Bags wird einerseits über die Aufblaseinrichtung mit Ventilator als auch insbesondere den im Grundrahmen integrierten Vibrationstisch sichergestellt. Dieser dient vornehmlich dazu, den Schüttkegel im Big Bag bzw. Tote-Bin zu minimieren. Somit wird das Volumen des Gebindes maximal genutzt. Eine elektrische Höhenverstellung des Hubrahmens sichert eine ständige Straffung des Big Bags während des Füllvorgangs. Die wichtigsten Steuerungsbefehle können direkt am Bedienterminal vor Ort eingegeben werden. Nach dem Füllprozess öffnen die Klapphaken automatisch, der Blähschlauch entlüftet und der Hubrahmen fährt automatisiert in eine obere Endlage damit das Zubinden des Big Bags in der Station erleichtert ist. So kann anschließend der Big Bag samt Palette oder der Tote-Bin mit einem Gabelhub- stapler zwecks Einlagerung entnommen werden.

Der kompakte Aufbau der Füllstationen mit weitestgehender Vorverkabelung aller Verbraucher bis auf die Vorort-Bedienterminals erlaubte sowohl einen Contai­ner-Versand nach China als auch einen Aufbau des Gesamtsystems vor Ort durch vom Kunden gestellte versierte Fachkräfte.

Innerhalb kürzester Zeit wurde die Anlage dann durch Emde Industrie-Technik in Betrieb gesetzt. Seit vier Jahren läuft die Anlage in einem Drei-Schicht-Dauerbetrieb. Sie ist in eine Produktionskette eingebunden, die nur zu Wartungen und regelmäßigen Reinigungen kurzzeitig heruntergefahren wird.

* Der Autor ist Vertriebsleiter bei Emde in Nassau.

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