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Reduzierung von Wasserverlusten

Forschungsprojekt entwickelt Lösungskonzepte für eine bessere Wasserversorgung

| Redakteur: Alexander Stark

Leckage im Versorgungsnetz in Tiruvannamalai
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Leckage im Versorgungsnetz in Tiruvannamalai (Bild: Weil)

Wassermangel ist in vielen Regionen der Welt ein existenzbedrohendes Problem. Doch häufig ist das Problem hausgemacht, so eine Studie der Universität Witten/Herdecke. Der schlechte Zustand und die mangelhafte Wartung der Versorgungsleitungen führt den Wissenschaftlern zufolge zu erheblichen Verlusten von nicht selten deutlich über 50 % auf dem Weg zum Endverbraucher.

Witten – Von Wassermangel sind insbesondere Entwicklungsländer betroffen. Dort geht oft mehr als die Hälfte des Trinkwassers durch Leckagen und Diebstahl verloren. Die Ausweitung der Wasserproduktion, die oftmals (beispielsweise durch Talsperren, den Bau von zusätzlichen Grundwasserpumpen, Flusswasserentnahmen oder Meerwasserentsalzungsanlagen) als erste Maßnahme umgesetzt wird, ist aber erst dann sinnvoll, wenn man die zum Teil gigantischen Verluste im Leitungsnetz reduziert.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Verbund-Forschungsprojekts „Walue“ (Water Losses in Urban Environment) war es das Ziel der Wittener Forscher, Lösungskonzepte für eine bessere Wasserversorgung in indischen Städten zu entwickeln. Nach fünf Jahren Forschungs- und Umsetzungsarbeit wurde das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen. Die Wissenschaftler entwickelten dazu Konzepte zur Reduzierung von Wasserverlusten durch Ortung und Abdichtung von Leckagen sowie ein nachhaltiges Geschäftsmodell für städtische Wasserversorger.

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Durch Mängel an Bauqualität und mangelhafte Wartung werden die Kosten der Wasserlieferung am Ende teurer, so Keno Strömer vom Institut für Umwelttechnik und Management (IEEM) an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Durch eine Verbesserung ließen sich also nicht nur wertvolles Trinkwasser einsparen, sondern auch Energie, zum Beispiel für Wasserpumpen, Bau- und Personalkosten.

Wie eine Qualitätsverbesserung mit an die Landesverhältnisse angepassten Technologien und Managementkonzepten erreicht werden kann, hat das IEEM nun in einem Handbuch auf Englisch, Deutsch, Hindi und Tamil veröffentlicht. Darin werden digital unterstützte Technologien und Konzepte zur Wasserverlustreduzierung vorgestellt, die im Rahmen des Forschungsprojekts erstmals in der indischen Stadt Tiruvannamalai umgesetzt wurden. Am Vorhaben beteiligt waren als deutsche Industriepartner mit Tochtergesellschaften in Indien der Wasserdienstleister Remondis Aqua, der Pumpenhersteller Wilo, Dorsch Consulting und Seba KMT. Wissenschaftspartner war das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Auf der indischen Seite wurde das Projekt wissenschaftlich durch die Anna-University in Chennai begleitet. Die Projektleitung lag beim IEEM unter der Leitung von Prof. Dr. mult. Karl-Ulrich Rudolph.

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