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Absorptionskälteanlagen

Forschungspartner optimieren Absorptionskälteanlagen

| Redakteur: Tobias Hüser

Forscher der TU Berlin haben Absorptionskälteanlagen in einem gemeinsamen Projekt mit Vattenfall Wärme und dem Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) optimiert. Die neuen Prototypen der Absorptionskälteanlagen sind im Vergleich zu bisherigen Absorptionskälteanlagen schneller auf Vollast und brauchen deutlich weniger Kälte- und Lösungsmittelmengen.

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Blick auf das Hauptgebäude der TU Berlin
Blick auf das Hauptgebäude der TU Berlin
( Bild: TU Berlin/Dahl )

Berlin – Kleiner, leichter und leistungsfähiger sollen sie sein – Wissenschaftler und Ingenieure haben in Absorptionskälteanlagen Potentiale entdeckt, die bei bisherigen Anlagen noch nicht ausgeschöpft wurden. „Tote Räume, die keinerlei Funktion haben, und sogenannte Flüssigkeitssümpfe aus Kälte- oder Lösungsmitteln, die in den Prozess gar nicht involviert sind, machen die Anlagen unnötig groß und träge“, sagt Stefan Petersen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Maschinen- und Energieanlagentechnik der TU Berlin.

Der Clou der neuen Konstruktionsweise: Wärmetauscher und Gehäuse werden jetzt als Einheit konstruiert und nicht mehr getrennt voneinander. So lassen sich tote Räume vermeiden. Dadurch sind die neuen Absorptionskälteanlagen bereits nach 15 Minuten auf Vollast. Marktübliche Anlagen brauchten bislang rund 30 Minuten. Außerdem benötigen die Absorptionskälteanlagen nur noch etwa ein Drittel der Kälte- und Lösungsmittelmengen.

Ziel ist es jetzt, die Absorptionskälteanlagen in umfangreichen Feldtests zur Marktreife zu bringen. So sollen Heizkraftwerke, die mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten, effizienter werden. Das Forschungsprojekt „Eneff Wärme: Feldtest Absorptionskältetechnik für Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssysteme“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über fünf Jahre mit 3,7 Millionen gefördert.

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