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Salz-Recycling

Forscher wollen Salz aus Industrieabwasser wiederverwerten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Covestro sucht zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft nach neuen Wegen zur möglichst umweltfreundlichen Rückgewinnung von Salz und Wasser aus Industrieabwasser. In einem Forschungsprojekt unter Führung des Leverkusener Werkstoffherstellers soll das aufbereitete Salz sowie das gereinigte Abwasser für Elektrolyseverfahren zur Chlorgewinnung genutzt werden.

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Die Wissenschaftler von Covestro wollen, dass verschiedene Industriezweige von ihrem Forschungsvorhaben profitieren.
Die Wissenschaftler von Covestro wollen, dass verschiedene Industriezweige von ihrem Forschungsvorhaben profitieren.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – In vielen industriellen Prozessen fallen beträchtliche Mengen an Abwasser mit sehr hohen Salzkonzentrationen an. Gelangen sie in Gewässer, stellt dies eine Umweltbelastung dar – besonders für Flüsse und Seen, die für die Trinkwasseraufbereitung genutzt werden. Daher besteht Handlungsbedarf, um neue umweltfreundliche und ökonomisch tragfähige Verfahren zur Aufbereitung und Nutzung von solchem Abwasser zu entwickeln.

In dem neuen Verbundprojekt „Re-Salt“ wollen die Forscher das Salz aus Industrieabwässern wiederverwerten. „Ein wichtiges Ziel des Vorhabens ist es, im Zuge der Aufbereitung der Salzlösungen den Salzgehalt so umweltfreundlich wie möglich zu erhöhen“, sagt Projektkoordinatorin Yuliya Schiesser aus der Prozessforschung von Covestro. Dazu soll unter anderem Abwärme aus den benachbarten Produktionsanlagen genutzt werden. „Unser Ziel ist es, dass am Ende nicht nur die Kunststoffbranche, sondern auch andere Industriezweige ihren Nutzen davon haben“, erklärt Schiesser.

Demonstrationsanlage geplant

Zur Erprobung ist eine Demonstrationsanlage bei Covestro am Standort Krefeld-Uerdingen geplant. Dort setzt das Unternehmen bereits seit Anfang 2016 in einer Pilotanlage ein Recycling-Verfahren ein, das es selbst entwickelt hat. Dabei wird salzhaltiges Prozessabwasser gereinigt, um bei der Produktion von Chlor wieder eingesetzt zu werden, einem wesentlichen Rohstoff bei der Herstellung von Polycarbonat und anderen Kunststoffen.

Auf diese Technologie baut „Re-Salt“ (Recycling von industriellen salzhaltigen Prozesswässern) auf. Beteiligt sind ferner das DVGW-Technologiezentrum Wasser, Donau Carbon, die Universität Duisburg-Essen, das Dechema-Forschungsinstitut, Envirochemie und die Technische Hochschule Köln.

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