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Analyse von Mikroorganismen

Forscher suchen nach Alternativen zu herkömmlichen Antibiotika

| Redakteur: Tobias Hüser

Übergabe der Förderurkunde an die drei beteiligen Unternehmen: In der Mitte Prof. Dr. Christine Lang und Staatssekretär Dr. Georg Schütte.
Übergabe der Förderurkunde an die drei beteiligen Unternehmen: In der Mitte Prof. Dr. Christine Lang und Staatssekretär Dr. Georg Schütte. (Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Unternehmen Evonik Nutrition & Care, Bionorica und Organobalance eine Förderzusage für ein Forschungsprojekt erteilt. Unter dem Titel Gobi („Good Bacteria and Bioactives in Industry“) analysieren die drei Firmen Mikroorganismen und deren positive Wirkung zur Verwendung in der Tierernährung und Pharmaindustrie. Beispiele sind biobasierte Alternativen zu herkömmlichen Antibiotika.

Berlin – Die Unternehmens-Allianz soll Forschungserkenntnisse zu Microbiota, Mikrobiomen, Metabolomen und Genomen bündeln, auf die industrielle Nutzung von Mikroorganismen übertragen und daraus bioaktive Produkte entwickeln. „Wir wollen das rasant wachsende Wissen um das Zusammenspiel von Mikroorganismen mit Mensch und Tier und die Bedeutung einer ausgewogenen Mikroflora für die Gesundheit gezielt und systematisch bewerten und nachfolgend in Produkte umsetzen“, erklärt Prof. Dr. Christine Lang, Geschäftsführerin von Organobalance,.

Durch die enge Zusammenarbeit von Unternehmen verschiedener Branchen wolle man „eine neue Generation alternativer biologischer Wirkstoffe schaffen“, so Lang weiter. „Das bringt gesundheitlichen Nutzen im Rahmen der One Health Strategien für Tiere und Menschen.“

Allianz über sechs Jahre

„Damit die Transformation zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise gelingt, müssen Unternehmen die Chancen aufgreifen, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Entwicklungen bieten“, sagt Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF. Die Allianz ist für eine Dauer von sechs Jahren und mit einem Projektvolumen von bis zu neun Millionen Euro geplant. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Innovationsinitiative „Industrielle Biotechnologie“ des BMBF. Diese Initiative verfolgt das Ziel, das große Potenzial biologischer Lösungen in industriellen Prozessen nutzbar zu machen und Innovationsprozesse zu beschleunigen.

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