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TechnoPharm/Powtech

Fokus auf Steriltechnik

08.02.2007 | Autor / Redakteur: Redaktion PROCESS /

Nach einem schwachen Wirtschaftsjahr kommt die Dreifachmesse Powtech, TechnoPharm und ExploRisk gerade recht, um der neu aufkeimenden Wirtschaftslaune Neues aus der Welt der Schüttgutprozesse und Pharmaausrüstung zu präsentieren. Die TechnoPharm setzt dabei den Fokus auf die Steriltechnik.

Nach einem schwachen Wirtschaftsjahr kommt die Dreifachmesse Powtech, TechnoPharm und ExploRisk gerade recht, um der neu aufkeimenden Wirtschaftslaune Neues aus der Welt der Schüttgutprozesse und Pharmaausrüstung zu präsentieren. Die TechnoPharm setzt dabei den Fokus auf die Steriltechnik.

Die pharmazeutische gehört ebenso wie die chemische Industrie zu den Kernbranchen in Europa. Auch die keramische, die Kosmetik- sowie die Food- oder Pigmentindustrie zählen zu den tragenden Säulen der europäischen Wirtschaft. Welche Investitionen in neue Technologien und Anlagen in diesen Kernbranchen getätigt werden, darüber sprechen die Spezialisten vom 16. bis 18. März 2004 in Nürnberg auf den zeitgleich stattfindenden Fachmessen Powtech, TechnoPharm und ExploRisk.

Drei thematisch komplementäre Fachmessen mit insgesamt rund 850 Ausstellern machen das Messezentrum Nürnberg zum internationalen Treffpunkt für Verfahrenstechniker, Prozessingenieure und Produktionsleiter. Erwartet werden rund 15 000 Fachbesucher aus der ganzen Welt.

Den aktuellen Informationsstand auf den Punkt gebracht, die wesentlichen Trends gebündelt und den Fokus auf die höchst anspruchsvolle Steriltechnik - das sind die Merkmale der TechnoPharm 2004, Internationale Fachmesse für die Entwicklung, Herstellung und Analytik pharmazeutischer, kosmetischer, diätetischer und Health Food Produkte.

Auf ihr wird der kurze Innovationszyklus dieser Branchen sichtbar. Neue Wirkstoffe in verbesserten und neuentwickelten Präparaten oder beispielsweise auch der stetig wachsende Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln und neuen Kosmetikprodukten machen neue Verfahren nötig. Parallel hierzu verändert sich laufend das Anforderungsprofil an Qualitätssicherung und Validierung - und vor allem an die Reinheit.

So schafft die TechnoPharm einen Gesamtüberblick über den aktuellen Stand der Steriltechnik. Höchste Reinheit und sterile Produktionsbedingungen sind in vielen und völlig unterschiedlichen Produktbereichen nötig. Alle Arzneimittel - ob fest, halbfest oder flüssig - müssen ebenso unter reinsten Bedingungen hergestellt werden wie nahezu alle kosmetischen und Körperpflegeprodukte. Die gesamte Palette der Nahrungsmittelproduktion unterliegt höchsten Anforderungen an die eingesetzten Maschinen, Apparate und Anlagen. Aber auch der Bereich der diätetischen und Health Food Produkte - von der Sportler- bis zur Heilnahrung - stellt höchste Anforderungen an die eingesetzten Anlagen.

Sonderwerkstoffe im Einsatz

Ganz gleich ob in der Aufbereitung, bei der Lagerung der Vorprodukte und Grundstoffe, der Analyse, den Reaktoren, den Anlagen und Apparaten oder in der Verpackung - in der Steriltechnik kommen immer hochwertigste Werkstoffe, Edelstahllegierungen, spezielle Gläser und andere Sonderwerkstoffe zum Einsatz. Die Oberflächen werden entsprechend den Anforderungen bearbeitet. Spiegelnd polierte oder elektropolierte Oberflächen verhindern das Einnisten von Keimen.

Die Bearbeitung, das Formen und Verbinden dieser Materialien erfordern ein außergewöhnlich hohes Know-how. Aufwendige Konstruktionen sichern eine rückstandsfreie Entleerung der eingesetzten Maschinen, Pumpen und Armaturen. Weitgehend inerte Dichtungsmaterialien oder aufwendige Dampfsperren an Armaturen und Pumpen sorgen zuverlässig dafür, dass auf keinen Fall Keime in das Produkt gelangen können. Auf der TechnoPharm kann sich der Besucher über neueste Entwicklungen auf diesen Gebieten informieren.

Ein weiteres wichtiges Messe-Thema ist die Reinraumtechnik: Reinräume umschließen die Produktionsbereiche und Labors und sichern mit nahezu keimfreier Luft, dass konstant optimale Bedingungen herrschen. In die Anlagen integrierte, aufwendige Reinigungsprozesse sorgen nach jeder Produktion für höchste Reinheit aller Anlagenteile. Alle Produktionsschritte dieser Prozesse werden im Detail protokolliert. Auf diese Weise ist für jede Charge und jedes Produkt ein Nachweis über die Produktionsbedingungen möglich.

Kampf den Pharmapiraten

Während in den Medien vor allem über Raubkopien von Bild- und Tonträgern berichtet wird, verursachen Pharmapiraten weltweit Umsatzeinbußen von 17 Milliarden Euro. Viel gravierender sind allerdings die durch das skrupellose Geschäft mit Arzneimittelfälschungen entstehenden Leiden durch unwirksame oder gar toxische Medikamente. Der internationale Verband der Arzneimittelhersteller (IFPMA) geht davon aus, dass bereits sieben Prozent aller weltweit gehandelten Medikamente Fälschungen sind - ein Geldwert von über 25 Milliarden Euro.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen, Arzneimittelfälschungen zu verhindern, steht die Verpackung. Auf der diesjährigen TechnoPharm werden zahlreiche Beispiele für Produktfälschungen sowie Lösungen zum „Anfassen“ präsentiert. Der Besucher findet Informationen zu Aspekten wie „Arzneimittelkontrolle“, „Sicherheitsmerkmale“ oder „Transparenz für den Endverbraucher“.

Zwei große Kongresse laden zum Besuch

Parallel zur TechnoPharm findet das „International Meeting on Pharmaceutics, Biopharmaceutics and Pharmaceutical Technology 2004“ statt, zu dem acht führende europäische Gesellschaften einladen. Federführend ist hier die APV (Arbeitsgemeinschaft Pharmazeutische Verfahrenstechnik e.V.), ideeller Träger der TechnoPharm (siehe auch Interview im Kasten).

Thematisch liegt der Fokus auf Biotechnologie, Nanotechnologie, Drug Targeting, Herstellung fester Arzneiformen und Trocknungstechnologie. Begleitend zu diesem Kongress und zur TechnoPharm feiert die APV in Nürnberg ihr 50-jähriges Bestehen. Ein zweiter großer Kongress findet zeitgleich zur Powtech, der internationalen Fachmesse für die gesamte mechanische Verfahrenstechnik sowie die Partikelanalytik, statt: der Partec-Weltkongress für Partikeltechnologie.

Auf ihm kommen die Spezialisten der Partikeltechnologie, namhafte Wissenschaftler und Ingenieure aus aller Welt zusammen. Er gilt als der bedeutendste Kongress dieser Art und wurde wegen der thematischen Tiefe und den zahlreichen Teilnehmern speziell aus Asien und Amerika mit seinen dazugehörigen Veranstaltungen erstmals zur „Particle Week 2004“ ausgedehnt. So bleibt den Kongressteilnehmern auch genügend Zeit für den Besuch der Powtech.

Fachmesse und Kongress bieten ein hohes Maß an Effizienz für die Fachbesucher. Zum einen werden wissenschaftliche Ergebnisse von führenden Partikelspezialisten aus aller Welt präsentiert, zum anderen gibt es auf der Powtech moderne und wirtschaftliche Lösungen zum Anfassen. Gleichzeitig geben Powtech und Partec Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Nanotechnologie. Welchen Herausforderungen sich hierbei Forschung und Entwicklung einerseits und die Verfahrenstechnik andererseits stellen müssen, wird sichtbar.

Die Dritte im Bunde ist die ExploRisk. Auf dieser internationalen Fachmesse zeigen die Aussteller alles für die Anlagensicherheit und den Explosionsschutz, z.B. aus der Elektromechanik und Elektronik, Anlagen- und Verfahrenssicherheit, Materialtransport und Logistik. Das ESMG-Symposium für Anlagensicherheit und industriellen Explosionsschutz rundet das Informationsangebot zu diesem Branchen-Pflichttermin ab.

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