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Strategische Ausrichtung

Fokus auf Instrumentengeschäft bei Analytik Jena

| Redakteur: Azubi 653

Der Systemanbieter für analytische und bioanalytische Labore Analytik Jena verkauft seine Mehrheit an AJZ Engineering an eine Beteiligungsgesellschaft, die vom Management der Projektgesellschaft gegründet wurde. Zur Begründung heißt es, das Unternehmen möchte sich zukünftig auf sein Kerngeschäft und die Wachstumsbereiche konzentrieren.

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Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena
Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena
( Bild: Analytik Jena )

Jena – Durch die Veräußerung seiner Mehrheit an AJZ Engineering möchte sich Analytik Jena nach eigenen Angaben auf die Bereiche Entwicklung, Fertigung und Vertrieb der im Bereich „Instrumentengeschäft“ zusammengefassten klassischen Analysesysteme, Bioinstrumente, dem Reagenzien- und Verbrauchsmaterialgeschäft, Labor-Datensystemen sowie optischen Konsumentenprodukten konzentrieren.

Gleichzeitig soll der Verkauf an eine vom Management der Projektgesellschaft gegründete Beteiligungsgesellschaft die weitere Nutzung der Synergien zum Projektgeschäft ermöglichen, wie beispielsweise die Integration gerätetechnischer Ausrüstungen für analytische oder bioanalytische Laboratorien.

Für den Verkauf der Geschäftsanteile erhält das Unternehmen 0,9 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat hatte der Veräußerung im März einstimmig zugestimmt. Parallel zum Kaufvertrag sei eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet worden, die weitere Punkte über eine strategische Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften regle. Wesentlich sei, so der Systemanbieter weiter, dass der von den Banken zur Finanzierung des Projektgeschäfts zur Verfügung gestellte Kredit- und Aval-Rahmen durch Analytik Jena zunächst weiterhin besichert würde. Ziel sei die finanzielle Unabhängigkeit von AJZ Engineering über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Nach dem Börsengang von Analytik Jena im Jahr 2000 ermöglichte das Projektgeschäft durch hohe Ergebnisbeiträge, das Wachstum im Instrumentengeschäft zu finanzieren. Insgesamt verlaufe das Projektgeschäft sehr schwankend. Die Brutto- und Ergebnismargen seien, so das Unternehmen, in dem von AJZ Engineering betriebenen Projektgeschäft von Hause aus niedrig. Die Entwicklung im Instrumentenbereich hingegen weise seit drei Jahren hohe zweistellige Wachstumsraten auf. Insofern sei die nun vollzogene Reduzierung der Geschäftsanteile an der Projektgesellschaft ein weiterer Schritt in der Umsetzung der strategischen Unternehmensziele.

Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender von Analytik Jena, erklärt dazu: „Die Entscheidung steht für Wachstum, Fokussierung auf das Kerngeschäft und eine wesentlich höhere Transparenz des Geschäftsmodells der Analytik Jena. Wir konzentrieren uns auf das Kerngeschäft und schaffen Klarheit für die Anleger. Dennoch können die vorhandenen Synergien zum Projektgeschäft zum beiderseitigen Vorteil auch weiterhin genutzt werden.“

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