Sekundäre Ölgewinnung

Fördern bis zum letzten Öltropfen

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So können Sie teure Infrastruktur besser nutzen

Hier machen sich erweiterte Produktionsmethoden wie das „GOSP“ (Gas Oil Separation Plant)-Konzept von Bilfinger bezahlt, um das Maximum aus bereits erschlossenen Ölfeldern herauszuholen. Das Kalkül dahinter: Bei einem erschlossenen Ölfeld wurde in der Regel bereits viel in die Infrastruktur investiert. Wenn sich die betreffende Lagerstätte auch für sekundäre Fördermethoden eignet, lohnen sich Zusatzinvestitionen, die möglicherweise für die Wasseraufbereitung und -verbringung anfallen.

Gosp kann auch transportiert werden

Durch seinen modularen Aufbau ist das Bil­finger-Konzept nicht an einen festen Standort gebunden. Vielmehr können die einzelnen Komponenten vergleichsweise einfach zu einem anderen Produktionsstandort transportiert werden.

Sekundäre Ölgewinnung basiert auf einem geschlossenen Kreislauf, über den kontinuierlich aufbereitetes Formationswasser in die Lagerstätte injiziert, die ölhaltige Formation geflutet und gemeinsam mit dem gewonnenen Öl zurück an die Oberfläche gefördert wird. Bei der Gas-Öl-Separation wird in hintereinander geschalteten Modulen das geförderte Gemisch in seine Bestandteile Formationswasser, Öl und Gas aufgespalten.

Referenzprojekt in Österreich

Im Rahmen eines Referenzprojekts in Österreich setzt Bilfinger die sekundäre Ölgewinnung an natürlichen Lagerstätten ein und trennt das Formationswasser von dem Öl- und Feststoffanteil ab. Das durch den Abscheidungsprozess gereinigte Formationswasser kann nun wieder dem Kreislauf zugeführt und zur weiteren Ölförderung genutzt werden.

Für die Aufbereitung des aus Formationswasser, Öl und Gas bestehenden Lebendöls gibt es verschiedene Abscheidestufen: Für die erste Grobabscheidung werden Drei-Phasen-Abscheider eingesetzt, um die Bestandteile Öl, Formationswasser und Gas zu trennen. Damit das abgetrennte Formationswasser in der sekundären Ölförderung weiter verwendet werden kann, gilt es, im Wasser gebundenes Öl und Feststoffe nahezu vollständig abzuscheiden.

Die Schwierigkeit dabei: Moderne Fördertechniken verwandeln die Öl-Wasserphasen in eine Emulsion, die schwer zu trennen ist. Die bislang dominierende Methode nutzt die Zeit und die Schwerkraft: Auf Tankfarmen wird das Gemisch in große Behälter gefördert. Während einer ausgiebigen Ruhephase trennen sich Öl und Feststoffe. Diese stationäre Separationstechnik erfordert große Investitionen.

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