Kennzeichnungstechnik Flaschen und Kanister flexibel und sicher etikettieren und bedrucken

Autor / Redakteur: Antoinette Aufdermauer* / M.A. Manja Wühr

Die norddeutsche Unternehmensgruppe Hoyer ist eine der größten Herstellerinnen von Adblue – einer wässrigen Harnstofflösung zur Reduktion von Stickoxiden in Dieselabgasen. Gekennzeichnet werden die Produkte von Bluhm-Anlagen.

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Die Etiketten werden im Wipe-­On-Verfahren faltenfrei auf die Kanister aufgebracht.
Die Etiketten werden im Wipe-­On-Verfahren faltenfrei auf die Kanister aufgebracht.
(Bilder: Bluhm Systeme)

Adblue ist eine synthetisch hergestellte, 32,5-prozentige Harnstofflösung. Im eigenen Finke Mineralölwerk im norddeutschen Visselhövede vertreibt Hoyer pro Jahr etwa 150 Millionen Liter dieser Lösung und füllt sie in hochmodernen Anlagen in unterschiedliche Gebinde ab. Die Flaschen und Kanister mit einem Fassungsvermögen von einem bis hin zu 20 Litern werden je nach Auftrag auch mit Private Labels versehen. „Täglich müssen über 2400 Adblue-Produkte etikettiert und gekennzeichnet werden“, berichtet Christian Twiefel, Geschäftsbereichsleiter Adblue bei Hoyer. „Das machen wir mit verschiedenen Anlagen von Bluhm Systeme.“ So setzt Hoyer beispielsweise mehrere Geset 100-Etikettieranlagen zur beidseitigen Etikettierung im Durchlauf ein.

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Besonderheit ist, dass die Adblue-Behälter unbefüllt etikettiert werden müssen. Andernfalls würde das Etikett unter Umständen schlecht oder gar nicht haften, da bei der Befüllung Teile des Produktes seitlich am Behälter herunterlaufen könnten. Unbefüllte Gebinde sind jedoch sehr leicht und standinstabil. Daher verfügt die Geset 100 über ein Kopfband, das ein Umkippen der Produkte verhindert und sie während der Etikettierung zuverlässig fixiert und transportiert. Um unterschiedliche Verpackungsformen wie runde Flaschen, aber auch konische Kanister etikettieren zu können, lassen sich die Spendeeinheiten der Etikettieranlage zudem dank der sogenannten „Kardanik“ in verschiedenen Winkeln fixieren. Und trotz verschiedenster Winkel kann die Anlage große Etikettenformate bis hin zu 200 x 200 Millimeter zuverlässig verarbeiten. Die robusten Geset 100-Etikettieranlagen lassen sich flexibel montieren und einfach bedienen. Mit wenigen Handgriffen können Bediener die Maschinen auf ein neues Produkt einrichten.

Herzstück der Anlagen ist der platzsparende Etikettenspender Alpha Compact. Mithilfe von verschiedenen Applikatoren, die je nach Anwendung ausgewählt werden, bringen Alpha Compact-­Anlagen vorgedruckte Etiketten schnell und positionsgenau auf Produkte und Verpackungen auf. Bei Hoyer werden Wipe-On-Spendezungen verwendet, die die Etiketten seitlich auf die vorbeieilenden Produkte aufwischen. Andere Applikatoren könnten Etiketten z.B. auch aus unterschiedlichen Richtungen berührungslos auf verschiedenste Oberflächen aufblasen. Und auch der Alpha Compact ist einfach in der Bedienung: Um Rüstzeiten zu verkürzen, können im Vorfeld unterschiedliche Etikettierparameter abgespeichert werden. So dauert die komplette Anlagenumstellung bei Hoyer maximal zehn Minuten. Etikettiergeschwindigkeiten und Einzeletikettenvorschub lassen sich zudem im laufenden Betrieb anpassen.

Nach der Etikettierung wird bei Hoyer jedes einzelne Produkt mit einer Chargennummer und dem Haltbarkeitsdatum gekennzeichnet. „In der Vergangenheit haben wir die Produkte mit diesen Angaben etikettiert“, erklärt Christian Twiefel. „Das erwies sich allerdings als nicht allzu praktikabel, da die Etiketten auf der teilweise schwierigen Oberfläche schlecht hielten!“

Daher suchte man nach einer Alternative und entschied sich für das thermische Tintenstrahldrucksystem Markoprint X1 Jet von Bluhm Systeme. Da Tinten auf Wasserbasis nicht auf Kunststoffoberflächen haften, verwendet Hoyer eine lösungsmittelhaltige Tinte. Sie weist hervorragende Haft- und Trockeneigenschaften auf Kunststoffen auf. Das kleine Markoprint-System ist Druckkopf und Steuerungseinheit in Einem und sitzt direkt an der Linie. Druckinformationen, Fonts und oder Logos können bequem am PC gestaltet und über verschiedene Schnittstellen (USB, Ethernet oder seriell) übertragen werden. Der interne Speicher kann bis zu neun verschiedene Druckjobs enthalten. Die Bedienung des Markoprint X1 Jet erfolgt intuitiv über die 3-Tastenbedienung mit LED-Statusleuchten, sodass auch ungeschulte Mitarbeiter leicht und sicher damit drucken können. Bei Hoyer kommt der X1 Jet als HP-Variante mit HP-Kartuschen-Technologie zum Einsatz.

Kaum größer als ein Smartphone – der Controller und Druckkopf sind in einer kleinen Einheit zusammengefasst – lässt sich Markoprint X1 Jet jederzeit auch in bestehende oder beengte Produktionsumgebungen integrieren. Eine Montagehalterung zur horizontalen und vertikalen Nutzung ist standardmäßig beim Zubehör enthalten. Für die HP-Druckversion ist auch ein Flex-Bracket verfügbar. Dieses sorgt bei variierenden Produktabständen dafür, dass der Druckkopf nicht beschädigt wird oder blockiert. Für Anwendungen, bei denen der Druckkopf hin und her verfahren werden muss, sind schleppkettentaugliche Kopfkabel in unterschiedlichen Längen verfügbar.

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Fazit: Hoyer kennzeichnet Adblue-Produkte sicher und flexibel. Grundlage dafür ist, dass sich Etikettierer und Drucker individuell an den Prozess anpassen lassen.

* Die Autorin ist Marketing-Referentin bei Bluhm Systeme, Rheinbreitbach.

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