Explosionsschutz

Flammenlose Druckentlastung bei Metallstäuben

01.07.2014 |

Im Gegensatz zu organischen Stäuben sind die Verbrennungsenergien bei metallischen Stäuben um ein vielfaches höher. Auf die daraus für den Explosionsschutz entstehenden Anforderungen ging Klaus Meichles Vortrag auf dem 1. Explosionsschutzforum in Würzburg ein.

Ausgehend von einer Problemstellung in der Automobilbranche in 2010 (Oberflächen-Strahlanlagen) suchten die Ex-Schutz-Experten von Rembe nach einer funktionalen und sicheren Lösung zur flammenlosen Druckentlastung nach EN16009 bei Metallstäuben.

In seinem Vortrag beim 1. Explosionsschutzforum in Würzburg erläuterte Klaus Meichle, wie man die auf dem bewährten Q-Rohr basierende flammenlose Druckentlastungstechnik optimierte und durch Versuchsdurchführungen bei einer benannten deutschen Prüfstelle die Zulassung nach EN 16009 für Metallstäube erhielt.

Im Vortrag wurde gezielt auf die Explosionsparameter der metallischen Stäube eingegangen, die im Gegensatz zu organischen Stäuben um ein vielfaches höhere Verbrennungsenergien aufweisen. Anhand von Videosequenzen zum Ablauf der Bauteilprüfung zeigte Meichle, welche Kräfte bei einer Metallstaubexplosion frei werden, denen ein Schutzsystem widerstehen muss.