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Industrielle Kommunikation Fieldbus Foundation und Hart Communication Foundation befürworten Zusammenschluss

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Die Vorstände der Fieldbus Foundation und der Hart Communication Foundation gaben in dieser Woche bekannt, dass sie dem Zusammenschluss der zwei Stiftungen zu einer neuen Branchenorganisation zugestimmt haben.

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Dr.-Ing. Gunther Kegel ist Vorstandsvorsitzenden der Fieldbus Foundation.
Dr.-Ing. Gunther Kegel ist Vorstandsvorsitzenden der Fieldbus Foundation.
(Bild: Pepperl+Fuchs)

Austin, Texas/USA – Die neue Organisation hofft, die Investitionen von Anwendern von Prozessautomatisierung in die Feldbuskommunikationstechnologien der Hart und Foundation Feldbus mit vereinten Kräften besser schützen können. Ziel der neuen Organisation ist es, internationale Standards für die Integration von Geräten in Automatisierungsarchitekturen zu entwickeln, zu verwalten und zu fördern und damit Prozessautomationsherstellern und Anwendern funktionale Lösungen bereitzustellen. Anbieter dürften außerdem von einer effizienteren Ressourcennutzung, einheitlichen Verfahren sowie Verbesserungen bei Service und Support profitieren.

Die Fieldbus Foundation und die Hart Communication Foundation können auf eine lange Geschichte der Zusammenarbeit zurückblicken. Sie haben beispielsweise an der Entwicklung gemeinsamer internationaler Standards wie der Spezifikationen der elektronischen Gerätebeschreibungssprache (Electronic Device Description Language - EDDL) und der Technologie für Feldgeräteintegration (Field Device Integration - FDI) zusammengearbeitet.

Zusammenschluss bietet enormes Potenzial

Der Zusammenschluss beider Organisationen bietet ein klares Potenzial für die Vereinheitlichung der Verfahren und Anstrengungen, die die beiden Protokolle unterstützen, sowie die Vereinfachung des Einsatzes beider Technologien und sollte zur vollen Ausschöpfung der Vorteile beider Technologien bei Betrieb und Instandhaltung von Werken beitragen.

Die Spezifikationen der Fieldbus Foundation und der Hart Communication Foundation werden auch in Zukunft getrennt bestehen und weiterentwickelt werden. Jedes Protokoll wird seinen eigenen Markennamen sowie seine Warenzeichen, Patente und Urheberrechte beibehalten.

Entscheidung wird Ende des Sommers 2014 erwartet

Die neue Organisation wird weiterhin die Entwicklung, Unterstützung und Förderung beider bestehender Protokolle fortsetzen und Entwicklung, Integration und Einsatz neuer und überlappender Technologien steuern. Dadurch wird sich die neue Organisation letztendlich als einzige FDI-Quelle und einziges Geräteintegrationstool für Hart- und Foundation-Feldbustechnologien integrieren. Der Name der neuen Organisation steht noch nicht fest.

Der nächste Schritt ist die Mitgliederabstimmung bis Ende des Sommers 2014. Wenn diese erfolgreich verläuft, werden im September 2014 die rechtlichen Schritte zur Gründung einer neuen gemeinnützige Organisation erfolgen. Schließlich soll Anfang 2015 die Geschäftsstelle der neuen Organisation in der Nähe von Austin, Texas, etabliert werden.

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